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Donnerstag, 25. Mai 2017

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Trend zur Nachhaltigkeit verstehen

Unser Planet stößt im Hinblick auf seine ökologische Regenerationsfähigkeit an seine Grenzen. Ernst & Young zufolge haben die damit verbundenen Probleme, die vom Zugang zu Ressourcen über die Wasserknappheit, dem Klimawandel, der Armut, dem Bevölkerungswachstum, der Gesundheit, der biologischer Vielfalt bis hin zur Verschmutzung des Öko-Systems reichen, zwangsläufig ihren Weg in die Vorstandsetage der Unternehmen gefunden. Aber wie genau soll sich die Wirtschaft dieser Herausforderung stellen?

Die Erkenntnis, dass die Erde an ihre ökologischen Grenzen stößt, geht einher mit einer wachsenden Medienaufmerksamkeit und einem daraus folgenden größeren Bewusstsein der Unternehmen für ihren weitreichenden Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft. Folglich haben zum einen die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Klimawandel“ ihren Weg auf die Geschäftsagenda gefunden, zum anderen nimmt in diesen Bereichen der Druck von Seiten des Gesetzgebers, der Öffentlichkeit und der Investoren zu.
Im positiven Sinne bedeutet dies auch, dass das Wachstumspotenzial für saubere und grüne Produkte auch die Möglichkeiten der Unternehmen verändert hat, Wert aus ihren strategischen Nachhaltigkeitsaktivitäten zu schöpfen. Dieser Artikel hat zum Ziel, Hintergrundinformation über die Treiber der aktuellen Debatte zu liefern, eine Übersicht über die Chancen und Risiken für Unternehmen zu geben sowie Aspekte zu identifizieren, die bei der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beachtet werden müssen.

Markttreiber
Nachhaltigkeit und Klimawandel sind schon seit ein paar Jahren im Blickfeld der Gesell-schaft. Doch neuerdings haben sich wichtige Markttreiber gebildet, welche auch verstärkt die Aufmerksamkeit der Unternehmen auf sich lenken, wie z.B.:
# Wachsendes Bewusstsein der Öffentlichkeit für Nachhaltigkeitsthemen (Stichwort Klimawandel) und die daraus resultierende Forderung an Unternehmen und Regierungen nach angemessenen Reaktionen.
# Erhöhtes Risiko einer globalen Regulierung, da die Debatte Zugang zum Mainstream findet.
# Investoren, die zunehmend eine Überprüfung der Unternehmensstrategie in Bezug auf Nachhaltigkeits- und Klimawandelrisiken einfordern.

Ein Resultat der größeren öffentlichen Aufmerksamkeit ist die erhöhte Nachfrage nach sogenannten sauberen bzw. grünen Produkten wie zum Beispiel nach „Organic Trade“- oder „Free Trade“-Produkten, CO2-Ausgleichszahlungen, regenerativen Energien, wasserverbrauchseffi-zienten Geräten und recycelten Produkten.
Laut dem Natural Marketing Institute war der US-Markt für „nachhaltige und ökologische“ Produkte und Dienstleistungen 2006 größer als 150 Milliarden US-Dollar. Einer Studie der New Carbon Finance zufolge, wuchs der Markt für freiwillige CO2-Ausgleichszahlungen zwischen 2005 und 2006 um 200 Prozent. Diese konsuminduzierte Nachfrage hat einen neuen, aufstrebenden Markt für grüne Produkte und saubere Technologien geschaffen. Dies verleitet führende Unternehmen dazu, in ihren Aktivitäten über die regulatorischen Anforderungen hinaus zu gehen.

Der öffentliche Druck hat auch die Regierungen erreicht, die das Machtpotenzial der „grünen Debatte“ nun erkennen und jetzt versuchen, die regulatorischen Kontrollen in Bezug auf Nachhaltigkeit und allen voran Klimaschutz zu verschärfen. Umweltsteuern sind in einigen Ländern schon jetzt Realität und andere, marktbasierende Mechanismen, wie z.B. Emissionshandel-Systeme, stehen bei den Regierungen üblicherweise oben auf der Tagesordnung. Das Regulationsrisiko hat Investoren veranlasst, Garantien von den Unternehmen einzuholen, dass diese Strategien entwickeln und implementieren, welche die potenziellen Auswirkungen abschwächen bzw. minimieren. Das Verständnis dieser Markttreiber und ihr Zusammenhang mit dem Wirtschaftsumfeld und der individuellen Unternehmensstrategie sind ausschlaggebend für die Identifizierung der jeweiligen Nachhaltigkeitsrisiken und die Entwicklung einer angemessenen Antwort.

Chancen und Risiken verstehen
Als Reaktion auf diese Marktreiber beginnen Unternehmen nach neuen Wegen zu suchen, um Risiken zu minimieren und sich bietende Chancen zu nutzen. Der größte Nutzen für Unternehmen mit einem hohen Risikopotenzial in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen lässt sich mit Lösungen erzielen, die sowohl:
# helfen auf die regulatorischen und gesellschaftlichen Anforderungen reagieren zu können als auch
# Vorteile aus den entstehenden Verbrauchermärkten für grüne Produkte erzielen.

Bis heute tendiert die Wirtschaft dazu, sich auf Reputationsrisiken zu fokussieren. Deshalb beschränken sich die Aktivitäten auf Nachhaltigkeits- und CSR-Reporting, breit angelegtes Gesellschaftsengagement und philanthropische Themen. Jedoch konzentrieren sich Unternehmen nun auch zunehmend auf die Nutzung von Technologien, um sich auf verschärfte Regulierungen vorzubereiten (in manchen Fällen auch um diese einzuhalten). Zudem wollen sie gegenüber der Öffentlichkeit und den Investoren demonstrieren, dass sie willens sind ihr Engagement zu erhöhen und gleichzeitig in der Lage sind, Absatzwachstum in einem neuen Marktsegment zu erzielen.

Das Marktwachstum der erneuerbare Energien in Australien ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen auf eine verschärfte Regulierung reagieren können und gleichzeitig eine stetig größer werdende Verbrauchernachfrage bedienen können. 1997 hatte die australische Regierung ein Gesetz erlassen, dass Energieversorgern vorschrieb, einen gewissen Prozentsatz ihres Stromangebots aus erneuerbaren Energien zu produzieren. Zur gleichen Zeit begannen einige Energieversorger „grüne Energie“ anzubieten, was zu einer weiteren Erhöhung der Nachfrage an erneuerbarer Energie führte. Daraus folgte, dass Energieversorger ihre Investitionen in erneuerbare Energien erheblich über die gesetzlich vorgeschriebenen Werte hinaus steigerten. Eine große Anzahl anderer multinationaler Unternehmen versuchen genauso, ihr Risikopoten-zial zu verringern, indem sie in Technologien investieren, die der momentanen Verbrauchernachfrage entsprechen:
# Durch Investitionen in alternative Energien versuchen einige Unternehmen zum einen zu zeigen, dass sie Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen. Zum anderen wollen sie sich allerdings auch in dem schnell wachsenden Markt für Solar- und Windenergie positionieren.
# Im Geschäftsjahr 2006 haben Risikokapitalgeber in den USA im Bereich der „clean technology“ 145 Transaktionen mit einem Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar finanziert. Dieser Trend hat sich im Geschäftjahr 2007 weiter fortgesetzt, wobei allein im ersten Quartal 95 Transaktionen mit einem Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar getätigt wurden.
# Einzelhändler in Großbritannien und den USA haben das Ausmaß ihres ökologischen Fußabdrucks sowohl für ihre eigenen Geschäftstätigkeiten als auch für ihre Lieferantenketten erkannt. Deswegen wollen sie gezielt in Innovationen im Nachhaltigkeitsbereich investieren, die eine Marktveränderung fördern und somit den Konsumenten eine größere Auswahl an grünen Produkten bieten.

Um weiterhin vorne mitspielen zu können, müssen Unternehmen innovativ sein, ihre vorhandenen Nachhaltigkeitsrisiken in den Griff bekommen und zur gleichen Zeit zusätzlichen Shareholder-Value aus ihren Nachhaltigkeits- und Klimaschutzprogrammen generieren.

Schlüsselfragen für das Management
Das Management sollte bei der Implementierung seiner Nachhaltigkeits- und Klimaschutzstrategie versuchen, die folgenden Fragen zu beantworten:
# Was sind die kritischen Nachhaltigkeitsthemen und externen Treiber, die am wahrscheinlichsten unseren Marktsektor beeinflussen werden?
# Was sind die regulatorischen Risiken und Belastungen, denen wir momentan gegenüberstehen, und welche potenziellen Risiken ergeben sich hier in der Zukunft?
# Welche gegenwärtigen und zukünftigen Chancen bietet der „grüne“ Markt meiner Branche?
# Wie können meine Investitionen Risiken minimieren oder sogar eliminieren und gleichzeitig neue Chancen erschließen?

Durch die sorgfältige Beantwortung dieser Fragen ist es den Unternehmen möglich, ihre Nachhaltigkeitsrisiken zu reduzieren und gleichzeitig neue Absatzmärkte für sich zu schaffen.

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