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Donnerstag, 25. Mai 2017

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Die Welt sagt Nein zu Plastiktüten

Plastic Bag Free Day

Das Projekt „Einwegplastik kommt nicht in die Tüte!“ hat sich das Ziel gesetzt, den Verbrauch von umweltschädlichen Einweg-Plastiktüten kurz- und mittelfristig zu verringern. Der internationale Plastic Bag Free Day – Deutsche Umwelthilfe fordert Umweltminister Altmaier zur Einführung einer Plastiktütenabgabe auf.

Der weltweite Plastiktütenverbrauch steigt immer weiter an. Darauf macht der internationale „Plastic Bag Free Day“ aufmerksam, der zur Nutzung umweltfreundlicher Mehrweg-Tragetaschen ermuntert und die Entstehung politischer Initiativen zum Umwelt- und Ressourcenschutz fördern will. Vor dem Hintergrund des Aktionstages fordert die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Einführung einer Plastiktütenabgabe in Höhe von 22 Cent auf. Der „Plastic Bag Free Day“ wurde 2011 vom europäischen Netzwerk „Zero Waste“ ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich durchgeführt.  

„Allein in Deutschland werden in jeder Minute 10.000 Plastiktüten verbraucht. Pro Jahr sind das mehr als fünf Milliarden Stück, die aneinandergelegt 39 Mal die Erde umrunden würden! Die Bundesregierung muss dieser Ressourcenverschwendung mit katastrophalen Auswirkungen auf unsere Umwelt endlich ein Ende bereiten, vor allem weil freiwillige Aktivitäten des Handels den Plastiktütenverbrauch bislang kaum verringert haben“, kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

In Irland hat man das Problem bereits erkannt und eine Plastiktüten-Abgabe in Höhe von 22 Cent eingeführt. Das Ergebnis: Der Plastiktütenverbrauch sank von 328 auf aktuell 16 Stück pro Kopf und Jahr. „Die Grüne Insel, aber auch viele benachbarte EU-Mitgliedstaaten sind bereits weiter als Deutschland. In einzelnen Regionen Großbritanniens gibt es eine Abgabepflicht für jede verkaufte Plastiktüte, Dänemark verfügt über eine materialbasierte Tütensteuer. Selbst Italien hat herkömmliche Plastiktüten verboten, obwohl ein Artikel der EU-Verpackungsrichtlinie dies verbietet und die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hat“, sagt der DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Auch die deutschen Bundesländer forderte die DUH auf, Maßnahmen zur Verringerung des Plastiktütenverbrauches umzusetzen, beispielsweise durch die Einführung einer Plastiktütenabgabe. Besonders Berlin sei als Hauptstadt mit Vorbildfunktion gefragt und könne sich an anderen Großstädten wie Los Angeles oder Mexico City orientieren, die bereits auf verbindliche Regelungen zur Eindämmung der Plastiktütenflut setzen. Um Verbraucher für wiederverwendbare Mehrwegtragetaschen zu begeistern und sie gegenüber Einweg-Plastiktüten zu sensibilisieren, hat die DUH 2012 das von der Stiftung Naturschutz Berlin geförderte Projekt „Einweg-Plastik kommt nicht in die Tüte“ ins Leben gerufen.

www.kommtnichtindietuete.de

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