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Sonntag, 25. Juni 2017

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Die Transparenz-Revolution

Summaries! Andreas Weigend . Adrian Chan > Social data revolution  Jede unserer Handlungen zieht eine wahre Datenflut nach sich - nicht nur Daten über uns, sondern auch über unsere Kommunikation und unsere sozialen Verbindungen. Die Quantität der Produktion dieser Social Data steigt mit wachsendem Tempo, wodurch eine neue Qualität von Beziehungen entsteht. Diese Social Data Revolution betrifft unter anderem die Beziehungen zwischen Konsumenten und Unternehmen: Märkte entstehen nicht mehr durch Marken, sondern werden von den Verbrauchern geschaffen. Marken müssen deshalb lernen zuzuhören und sich auf das einlassen, was die Konsumenten ihnen, und einander, zu sagen haben.


Marion Marxer > Generation App
Wer mit der Erfahrung aufwächst, dass es für jedes Bedürfnis eine «App» gibt, also ein massgeschneidertes Programm, entwickelt ein neues Lebensgefühl. Dieses Lebensgefühl der «Generation App» wird vor allem durch eine immer grössere Unverbindlichkeit gekennzeichnet: Man ist auf niemanden mehr angewiesen, um zu erreichen, was man will – man sagt einfach, was man will, und verlässt sich darauf, dass es die gerade passende
App gibt. Man muss nicht einmal wissen, wohin oder was man überhaupt will: Man lässt sich schlicht durchs Leben guiden. Faktisch wird damit der klassische Branding-Prozess genau umgedreht: Die Generation App kann mit keiner Botschaf erreicht werden, da sie nicht zuhört. Es wird zur Aufgabe der Marken, die Botschaften der Menschen aufzunehmen.

Anja Dilk . Heike Littger > Sechs Milliarden Global Villages
In sozialen Netzwerken stellt sich die Welt nicht als das einst verheissene globale Dorf dar, sondern als eine Ansammlung von Milliarden von Dörfern: Jeder erschafft sich sein eigenes Umfeld, das bei den meisten eng mit den auch in der realen Welt gepflegten Beziehungen verknüpft ist. Die hohe Zahl von «Freunden» in diesen individuellen Dörfern bedeutet nicht,
dass die Zahl von echten Freundschaften wüchse – stattdessen werden eher schwache Beziehungen aufrechterhalten, etwa zu ehemaligen Klassenkameraden oder Arbeitskollegen, die dann bei Bedarf einfacher reaktiviert werden können. Tendenziell ist dadurch die soziale Durchmischung in virtuellen Netzwerken stärker als in den meist sehr homogenen Beziehungen in der physischen Welt.

Gespräch mit Oliver Christ > Strukturen für das Datenchaos
Die Business-Welt wird immer stärker geprägt durch unstrukturierte Informationen, etwa von Twitter oder YouTube - Informationen, die nicht in die Unternehmenssysteme integriert sind. Während einige Unternehmensbereiche klare, hierarchische Strukturen brauchen, etwa in der Buchhaltung, gibt es auch viele Bereiche, insbesondere in Marktnähe, in denen es mehr auf die Vielfalt des realen Lebens ankommt. Für Unternehmen besteht deshalb eine grosse Chance darin, durch Strukturierung des Unstrukturierten Muster im Daten- oder Warenfluss zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dies betrifft sowohl die Daten von Social Media als auch die von RFID-Systemen.

Anja Dilk . Heike Littger > Daten für alle Sinne
Erst alle drei Dimensionen, dann alle fünf Sinne: Die Daten erschliessen sich immer mehr Wahrnehmungskanäle, um in unser Bewusstsein vorzudringen. Der Tastsinn ist durch Touchscreens gerade aktiviert worden – als Prototypen gibt es auch schon Handys, die sich je nach Situation unterschiedlich anfühlen. Die nächste Herausforderung der Forscher besteht darin, auch den Geruchssinn zu aktivieren: Mit Duft-Informationen finden sich Menschen besser in ihrer Umgebung zurecht und sind konzentrierter. Noch in der Ferne liegt die Verbindung von Daten mit Geschmacks-Informationen, da diese aus einer Kombination von Schmecken, Riechen und haptischem Reiz bestehen.

Detlef Gürtler > Die neue Währungsvielfalt
Das rapide sinkende Ver trauen in staatliche Währungen führt zu einem Übergang von monetären Monostrukturen zu finanziellen Ökosystemen, die Nischen für eine Vielzahl von Währungen bieten. Diese können auf eine Region oder eine
soziale Gruppe begrenzt sein oder von Unternehmen ausgegeben werden - bei Weltkonzernen können sie sogar globale Verbreitung finden. Durch die jeweils individuellen Währungsportfolios der Bürger wird aus dem heutigen One-size-fits-all-Geld ein Persönlichkeitsmerkmal. Für die Unternehmen wird damit die Preisbildung und -findung eine Herausforderung. Eine mögliche Lösung wäre PatchworkPricing, bei dem sich Kasse des Verkäufers und Portemonnaie des Käufers auf die zu verwendenden Währungen einigen.

Nouriel Roubini > Einführung in die Krisenökonomie
Die Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat mit dem Glauben an einen immerwährenden Aufschwung aufgeräumt. Wirtschaft und Politik müssen wieder lernen, zu akzeptieren, dass Krisen nicht einfach abgeschafft werden können: Sie lassen sich zwar zeitlich hinausschieben, das aber um den Preis einer umso tieferen Krise zu einem späteren
Zeitpunkt. Stattdessen sollte es den Akteuren in Politik und Wir tschaf t darum gehen, die Ausmasse der Krisen einzugrenzen. Wenn wir die Dämme um unser Finanzsystem verstärken, können wir die unweigerlich kommenden
Stürme bestehen.

Gespräch mit Stefan Michel > Wie man Kunden innoviert
Eine Dienstleistung ist kein Produkt: Sie schafft keine Werte für den Kunden, sondern mit dem Kunden. Eine Innovation bei Dienstleistungen besteht deshalb auch nicht darin, ein Produkt besser, einfacher oder schneller zu machen, sondern darin, dem Kunden zu ermöglichen, etwas besser, einfacher oder schneller zu machen, denn es ist nicht entscheidend, was die Dienstleistung macht, sondern was der Kunde damit macht. Dafür kommt es darauf an, dass der Anbieter sich von der industriellen Logik verabschiedet und mit Service-Logik arbeitet.

Jörn Klare > Mein MarkenWert
Es gibt mehr als 500 verschiedene Verfahren, um den Wert von Marken zu berechnen. Einige davon können auch angewendet werden, um den Wert von Personenmarken zu kalkulieren. Für Sportstars und andere Prominente sind solche Verfahren bereits üblich, theoretisch können sie aber auch bei anderen Menschen zum Einsatz kommen: Da jeder Mensch eine einzigartige Persönlichkeit ist, hat grundsätzlich jeder das Potenzial für einen Markenwert.

Markus Weisbeck > Die Marke im Zeitalter ihrer technischen Deproduzierbarkeit
Das äussere Erscheinungsbild von Marken ist heute mit einer Vielzahl von kaum kontrollierbaren Verfremdungsaktionen konfrontiert. Ob Parodien der iPhone-Werbung auf YouTube oder Fashion-Hijacking bei H & M: Praktisch jeder ist heute in der Lage, die Markenidentität zu at tackieren; und viele tun es auch. Von dieser unbegrenzten Deproduzierbarkeit können Marken sogar prof i t ieren – wenn sie über ein intaktes Aura-Bewusstsein verfügen, also in sich selbst ruhen. Ein Beispiel für die Stärkung durch Ver fremdung sind die Subbrands von Fussball-Fanklubs: Sie schaf fen sich ein eigenes Erscheinungsbild (um sich von anderen Fanklubs abzuheben), aber sie agieren dabei stets unter dem Dach der Aura des Fussballklubs – da die Verfremdungen sich auf die Kernelemente einer Marke beziehen müssen, um noch ihren Ursprung kenntlich zu machen. Damit stärken sie Marke und Aura.

Alexandra Hildebrandt > Besser Scheitern
Grenzgänger stellen für Unternehmen, und für sich selbst, eine Zumutung dar. Sie suchen nach den Rändern, an denen sich am besten etwas bewegen lässt, sie brechen mit alten Gewohnheiten und entdecken im Möglichen das Ungewöhnliche. Sie passen in kein Unternehmensprofil und scheitern häufiger als andere. Aber sie selbst ziehen
aus jedem Scheitern eine Lektion, und für die Unternehmen können sie wertvoll sein wie ein Joker im Kartenspiel. Denn Unternehmen schätzen zwar die Geradlinigkeit – aber gerade Linien bleiben immer auf derselben Ebene und führen nicht in den Raum hinaus.

Alain Egli > SIMPLY the BEST
Die Komplexität nimmt rasant zu, und wir verstehen immer weniger, was um uns herum passiert. Es wächst der Wunsch
nach Einfachheit, und immer häufiger wird er auch erfüllt. Lebensmittelhersteller reduzieren die Zahl der Zutaten ihrer Produkte, Unternehmen spezialisieren sich auf die Herstellung von How-to-Videos, also einfachen Gebrauchsanweisungsfilmen. Im Einzelhandel, wo im vergangenen Jahrzehnt die Sor timente stark gewachsen sind, geht der Trend jetzt zur Ausdünnung – zu grosse Auswahl verwirrt die Kunden und lässt den Umsatz sinken, und das bei höheren Logistikkosten.

Gespräch mit Eberhard Sandschneider > Going down in Style
Europas Bedeutung im Konzer t der Weltmächte nimmt ab – sowohl aus ökonomischen als auch aus demografischen Gründen. Allerdings sind die Europäer noch nicht bereit, sich ihre gesunkene und weiter sinkende Bedeutung einzugestehen. Es geht jetzt darum, den unweigerlichen Abstieg gut zu managen. Eine mögliche Lösung dafür ist eine Insel-Lösung, ähnlich wie sie in der Schweiz seit langem praktiziert wird.
 

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