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Dienstag, 23. Mai 2017

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Kreative sind Wirtschaftmotor der Zukunft

Das letzte Buch von Richard Florida beschreibt grosse RESETS unserer aktuellen Epoche. RESETS sind umfassende Umwälzungen wirtschaftlicher und sozialer Ordnungen die sich auf alle Lebensbereiche auswirken werden. Dies werde zu einer völligen neuen Wirtschaftlandschaft führen, wie es in früheren Epochen z.B. auch durch die industrielle Revolution in Europa geschah.


Die Wirtschaftskrisen der früheren Zyklen waren Bestandteil und Keimzelle einer umfassenden Erneuerung, wie sie auch heute wieder bevor stünde, so Florida. In seinem Buch beschreibt er die grossen Vorgänger wie z.B. die Depression von 1873 und zieht parallelen, die seiner Meinung nach auf die heutige Zeit in gewisser Hinsicht übertragbar seien. Historische Rückblicke in die Vergangenheit sind ein grosser Bestandteil seiner Thesen, und beschränkt sich auffällig nur mit den westlichen Entwicklungsphasen und Wirtschaftsinnovationen. Angefangen mit den 1930er Jahren mit dem technisch progessivsten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.

Allerdings sind seine Beispiele über die Themenfelder Innovationen, Stunde der Vorstädte mit sogen. Suburbanisierung + Infrastrukturausbau, Medien u. Lebensstile, Immobilienentwicklung oder Finanzstrukturen alle aus amerikanischer Sichtweise. Die deutsche Ausgabe beinhaltet im Vorwort einen Bezug zur Bundesrepublik und weist darauf hin, dass diese Strömungen 1:1 übertragbar sind. Die Unterschiede in Hinsicht auf Kultur und Mentalität sind zwar offensichtlich, doch global gesehen sind die Systemgrundlagen gleichgeschalten, selbst in den aufstrebenden BRIC Staaten in Asien.

Die RESET Ökonomie
Die Finanzblase ist bereits ein Produkt des tiefgreifenden Wandels, der darin besteht, dass wir von einer güterproduzierenden Wirtschaft zu einer dritten industriellen Revolution wandeln, was sich um Wissen und Kreativität dreht.
Letztlich beinhaltet das Buch von Florida viele wissenschaftliche Aspekte eines Gesamtsystems, welches in sich nicht mehr stimmig ist. Deshalb sind seine Schlüsse die er aus dem "alten Denken" zieht, keine ganzheitliche Denkweise und es bleibt ein Versuch, anhand vergangener Erkenntnisse unsere zukünftigen Entwicklungen zu erkennen und lässt sich auf folgende Aussage reduzieren: {xtypo_quote} Strategien entwickeln, um nach der Krise so bald als möglich wieder eine dauerhafte Erholung zu erzielen und eine neue Ära allgemeinen Wohstands zu schaffen. {/xtypo_quote} Altes Denken gründet sich auf materialistischer Denkweise, die alles messen, wiegen und quantifizieren möchte, um Vorteile daraus zu ziehen. Neues Denken zeichnet sich durch Merkmale aus, die menschliche Werte in den Vordergrund rücken und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, was die Werte wie Gerechtikeit, Ausgewogenheit, Naturschutz, Soziales oder Ökologie einbezieht.

Der kommende Zyklus wird durch die Kreativwirtschaft erneuert, also die Förderung menschlicher Kreativität als Grundlage und Währung neuer Werte in einer neuen Wirtschaftsordnung. Hier kommt zum ersten Mal ein Ansatz menschlicher Werte und die Sinnfrage ins Spiel, nämlich dass Arbeit nicht nur Wertschöpfung heisst, sondern im Einklang mit eigenen Talenten erst die Zufriedenheit stiftet, die bislang durch Konsum in Form von Ersatzhandlung gilt. Dennoch reicht diese ökonomische Sichtweise nicht als Grundlage für einen kommenden Paradigmawechsel aus, vor allem wegen der fehlenden Integration der Sinnfrage, menschliche Werte, der dritten Welt und die Einbeziehung von Entwicklungen der aufstrebenden Industrieländer wie Indien und China.

Im Grunde möchte das Buch von Richard Florida vermittlen, dass wir einen neuen Zyklus von Wachstum hervorbringen werden, was einem kalkulierten RESET oder der Annahme gleichkommt, wir könnten Kontrolle darüber haben. Nachhaltiges Wachstum zeichnet sich ab, und nach jeder Krise und Zusammenbruch kommt ein Neuaufbau, das ist unbestritten, doch wir stehen in der Zeitachse an einem Punkt, wie es ihn in seiner Gesamtheit an Einzelfakten und Problemkreisen noch nie gab und da helfen diese Ableitungen in seinem Buch nur bedingt.

Abschließend wäre zu sagen, dass die formalen Fakten und Beurteilungen von Richard Florida für sich genommen durchaus ihre Berechtigung haben, leider ist diese Betrachtungsweise für die bevorstehenden weiteren Herausforderungen nur ein Teil der Wahrheit. Aber nur die Einbeziehung globaler Entwicklungen wie z.B. die Verschiebungstendenzen der Wirtschaftmacht nach Asien, die Einflüße der 3 grossen Krisenkreise sowie soziale Gerechtigkeit und Ausgewogenheit und angemessene Lebensgrundlagen auch in der Dritten Welt schafft die notwendige Balance für unser aller Zukunft.

Richard Florida / RESET

Die Zukunft wird nicht das bringen, was es früher einmal gab oder galt.
Reset rework lecture
Reset, Rework und freie Räume. Argumente und Gesprächsstränge aus dem stuttgart | salon und dem Mobilitiy of Mind-Projekt Abstract:

1. Wir erleben aktuell massive Verschiebungen der „Zentren“ und „Rollen“. Europäische Städte können (und sollten) nicht mit Asien konkurrieren wollen, sondern ein Labor für die eigene Zukunftfähigkeit werden. Die Veränderungen sind nicht grundsätzlich schlecht, problematisch oder traumatisch. Sie sind zu gleich Optionen und bieten neue "Lösungen" und Lebensqualität. Die gilt es zu entdecken. Neues Verhalten zu lernen,altes in Frage zu stellen und mit Lust die neuen Möglichkeiten zu erproben. Der „Zwischenraum“, das explorative Feld. die provisorische Ordnung ist deshalb so wertvoll und "Raumfreiheiten" bilden die notwendige Vorausetzung für eine zukunftsfähige Stadt. Wir brauchen RESET, REWORK und freie Räume für eine neue (BETA)-Kultur.

2. Aktuell tun wir uns noch schwer das Neue zu begreifen. Klug ist, wer hier eine lernende Haltung einnimmt. Zuhören, ins Gespräch kommen und explorative Formate nutzen. Wir brauchen weniger "Expertenarroganz" mit all dem "professionellen Spekakel" und mehr kollaborative Entwicklung. Mehr Gemeinsinn, damit gemeinsam sinnvolles entsteht.

3. Argumente, Ideen und Geschichten aus dem stuttgart | salon als exploratives Format und die ersten Schritte/ Entwürfe des Mobility of Mind-Projektes verdeutlichen unsere Argumentation. siehe auch Richard Florida, The Great Reset; Frithjof Bergmann, New Work New Culture.
 

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