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Montag, 18. Dezember 2017

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Ökonomie der Verbundenheit

Ökonomie der Verbundenheit

Sacred Economics – Einleitung - Die Zielsetzung dieses Buches von Charles Eisenstein ist es, Geld und die Wirtschaft genauso heilig wie alles andere im Universum zu machen. Heute verbinden wir mit dem Geld das Profane - und das mit gutem Grund. Wenn überhaupt etwas auf dieser Welt heilig ist, dann sicher nicht das Geld.

Wie das Geld die Welt an den Abgrund führte – und sie dennoch jetzt retten kann.

Geld ist scheinbar ein Feind unserer edlen Instinkte. Das sehen wir jedes Mal, wenn der Gedanke “Ich kann es mir nicht leisten…” einen gutherzigen oder großzügigen Impuls unterdrückt. Geld scheint sich auch nicht mit Schönheit zu vertragen, wie das schon am abwertenden Begriff “Ausverkauf” deutlich wird. Geld verhindert anscheinend jegliche sinnvolle gesellschaftliche und politische Reform, weil mächtige Konzerne die Gesetzgebung zugunsten ihrer eigenen Profitmaximierung manipulieren. Anscheinend liegt es am Geld, dass wir die Erde zerstören: Wir plündern die Ozeane, die Wälder, den Boden, und missbrauchen Tiere und Pflanzen, um eine Gier zu befriedigen, die keine Grenzen kennt.

Spätestens seit Jesus die Geldwechsler aus dem Tempel warf scheint klar, dass Geld etwas Unheiliges an sich hat. Wenn Politikern das Geld wichtiger ist als das Wohl der Menschen, dann nennen wir sie korrupt. Wir assoziieren Geld ganz selbstverständlich mit Adjektiven wie “schmutzig” oder “dreckig”. Mönche sollen möglichst wenig damit zu tun haben: “Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon.”

Zugleich lässt sich nicht leugnen, dass Geld auch eine seltsame Magie besitzt: die Macht, menschliches Verhalten zu ändern und unsere Aktivitäten zu koordinieren. Von alters her staunten Denker darüber, wie nichts als ein Zeichen einer Metallscheibe oder einem Stückchen Papier so große Macht verleihen kann. Aber wenn wir uns die Welt rundherum ansehen, müssen wir leider feststellen, dass die Magie des Geldes eine teuflische ist.

 

“Die Heilige Ökonomie” beschreibt dieses neue Geld und die damit einhergehende neue Wirtschaftsform.




Wenn wir Geld in etwas Heiliges verwandeln wollen, wird es also einer gewaltigen Revolution, einer Transformation der grundlegenden Eigenschaften von Geld bedürfen. Es wird nicht reichen, wenn wir unsere Einstellung gegenüber dem Geld ändern, wie uns manche Gurus von Selbsthilfegruppen glauben machen. Wir werden auch neue Arten von Geld schaffen, die diese veränderte Grundhaltung ausdrücken und verstärken. “Die Heilige Ökonomie” beschreibt dieses neue Geld und die damit einhergehende neue Wirtschaftsform. Das Buch zeichnet auch die Metamorphose unserer Identität als Menschen nach, die sowohl Ursache als auch Ergebnis der Transformation des Geldes ist. Die neue Geisteshaltung, von der ich spreche, rührt an den Kern dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein: Was ist der Sinn des Lebens? Welche Rolle spielen wir Menschen auf diesem Planeten? In welcher Beziehung stehe ich zu den anderen Menschen und zur Natur? Was bedeutet es eigentlich ein Individuum zu sein, was bedeutet “Ich”? Wir erleben Geld (und Besitz) im Grunde genommen als einen erweiterten Teil von uns selbst; daher verwenden wir hier auch das Fürwort “mein”, mit dem wir auch den eigenen Arm oder Kopf bezeichnen. Mein Geld, mein Auto, meine Hand, meine Leber. Wir erleben es wie eine körperliche Verletzung, wenn wir beraubt oder “übers Ohr gehauen” worden sind.

 

Was bedeutet “heilig” in Bezug auf Geld - oder überhaupt: Was heißt “heilig”?


Weil Geld so sehr Teil unserer Identität und so zentral für das Funktionieren unserer Welt ist, hätte eine Transformation vom profanen zum heiligen Geld tatsächlich weitreichende Folgen. Aber was bedeutet “heilig” in Bezug auf Geld - oder überhaupt: Was heißt “heilig”? In einem grundlegenden Sinn meint es das Gegenteil dessen, was man mittlerweile unter dem Begriff “heilig” versteht. Über tausende Jahre hinweg wurden Begriffe wie “heilig”, “geweiht” und “göttlich” immer mehr dafür verwendet, etwas zu beschreiben, das im Gegensatz zur Natur, zur Welt und zum Körperlichen steht. Vor drei- oder viertausend Jahren verließen die Götter die Seen, Wälder, Flüsse und Berge um - anstatt selbst der Inbegriff von Natur zu bleiben - im Himmel zu kaiserlichen Herrschern über die Natur zu werden. Als sich das Göttliche von der Natur trennte, wurden die weltlichen Angelegenheiten unheilig. Der Mensch war nicht länger ein lebendiges Wesen sondern wurde zu einer profanen Hülle, einem Gefäß für den Geist degradiert. Diese Vorstellung gipfelte einerseits bei Descartes (“cogito ergo sum”) im einsamen Fünkchen von Bewusstsein, das die Welt beobachtet ohne an ihr teilzunehmen, und parallel dazu bei Newton im Uhrmacher-Gott, der dasselbe tut. Göttlich zu sein bedeutet seither übernatürlich und immateriell zu sein. Wenn Gott überhaupt in die Welt eingreift, dann über Wunder – göttliche Einmischungen, die die Naturgesetze verletzen oder aufheben.

Buch Scorpio Verlag

Einleitung: Sacred-Economics.com
Online lesen Kapitel 1

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