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Freitag, 23. Juni 2017

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Von der Konsum- zur Wohlstandskultur

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bewusstseinswandel2

Als das Denkwerk Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung 2008 seine Arbeit aufnahm, war der Glaube, dass wirtschaftliches Wachstum unfehlbar den materiellen Wohlstand mehre und darüber hinaus viele gesellschaftliche Probleme löse, weit verbreitet. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Wachstum kann und soll auch aus der Sicht der Bundeskanzlerin kein Oberziel mehr sein, dem sich andere Ziele unterzuordnen haben.


Für einen Bewusstseinswandel
 

{xtypo_quote} Der Begriff "Green Growth" hat Konjunktur. Martin Jänicke, Mitglied der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" hat die verschiedenen Strategien u.a. von OECD und UNEP analysiert. Sein Fazit: Green Growth kann nur ein moderates BIP-Wachstum sein. Der notwendige Wertewandel und eine aktivere Rolle des Bürgers werden dadurch aber nicht obsolet. {/xtypo_quote}

Eine Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages will klären, ob und gegebenenfalls wie Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität miteinander verknüpft sind. In groß angelegten staatlich geförderten Forschungsprogrammen wird der Frage nachgegangen, wie die Funktionsfähigkeit demokratisch verfasster Gemeinwesen auch unter Bedingungen sinkenden materiellen Wohlstands gewährleistet werden kann.

Das zusammen mit vielem anderen spricht dafür, dass sich in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein Bewusstseinswandel anbahnt. Immer mehr Menschen spüren: Die gegenwärtige Konsumkultur ist nicht zukunftsfähig. Denn sie beruht auf Raubbau an den natürlichen Ressourcen und der Umwelt, an Mensch und Gesellschaft. Dadurch beeinträchtigt sie die Lebensgrundlagen aller.

Die Völker der früh industrialisierten Länder befinden sich damit in einem Dilemma. Sie betreiben eine Art des Wirtschaftens, die - in den Worten der Bundeskanzlerin - "die Grundlagen ihres eigenen Erfolges zerstört". Die Folge: Der materielle Wohlstand und die Konsumfähigkeit breiter Bevölkerungsgruppen, die bereits seit geraumer Zeit sinken, werden künftig beschleunigt abnehmen.

In Gesellschaften, die wie die deutsche auf materielle Wohlstands- und Konsummehrung fokussiert sind, dürften aus dieser Entwicklung erhebliche Irritationen und soziale Spannungen erwachsen. Sollen diese vermieden werden, müssen die Grundlagen individueller Zufriedenheit und gesellschaftlicher Funktionsfähigkeit den veränderten Bedingungen angepasst werden.

{xtypo_rounded2} Das Denkwerk Zukunft schlägt vor, das BIP künftig durch ein Verteilungsmaß, die gesellschaftliche Ausgrenzungsquote und den ökologischen Fußabdruck zu ergänzen. {/xtypo_rounded2}


Die westliche Konsumkultur ist nicht zukunftsfähig.
Wie sie zu einer Wohlstandskultur entwickelt werden kann, zeigt das Denkwerk Zukunft in seinem neuen Memorandum.

Hierzu unterbreitet das Denkwerk Zukunft in seinem neuen Memorandum "Für einen Bewusstseinswandel. Von der Konsum- zur Wohlstandskultur" Vorschläge. Voraussetzung ihrer Verwirklichung ist eine Neuausrichtung der individuellen und kollektiven Sicht- und Verhaltensweisen, was nichts Geringeres bedeutet als eine kulturelle Erneuerung. Vorrangig ist hierbei die Erweiterung des über Generationen auf Materielles verengten Wohlstandsverständnisses um immaterielle Wohlstandsformen wie gute zwischenmenschliche Beziehungen, Fürsorge für andere, Schutz der Natur und Umwelt, künstlerische Aktivitäten, Muße und vieles andere mehr. Nicht "viel zu haben" muss die Maxime sein, sondern "wenig zu benötigen".

Allerdings ist der Kreis derer, die nicht nur so reden, sondern auch handeln, bislang klein. Die weit überwiegende Mehrheit vertraut entweder darauf, dass wissenschaftlich-technische und andere Innovationen es ihr ermöglichen, ihren materiell aufwändigen Lebensstil beizubehalten, oder verharrt im Gewohnten.

Dazu beizutragen, dass mehr Menschen ihrer Einsicht entsprechend handeln, ist Aufgabe des Denkwerks Zukunft. Konkret hat es in den zurückliegenden drei Jahren in zahlreichen Veröffentlichungen, Interviews und Vorträgen sowie über seine Website über Ausmaß und Folgen der Fokussierung auf materiellen Wohlstand informiert und Wege zu deren Überwindung gewiesen. Wichtig war ihm dabei, dass Fragen von Wachstum und Wohlstand nicht nur verstärkt, sondern vor allem in Bevölkerungskreisen debattiert werden, die dieser Thematik bisher recht fern standen.

In 20 Denk- und Initiativkreisen hat es mit externen Sachverständigen zentrale Fragestellungen kultureller Erneuerung bearbeitet. Mit dem Wohlstandsquartett hat es einen eigenen Vorschlag zur künftigen Wohlstandsmessung vorgelegt. Auf seiner Website hat es 65 Leuchttürme vorgestellt, die zeigen, wie Menschen auch mit materiell bescheideneren Lebensstilen erfüllte Leben haben. In Kürze wird es ein Memorandum zum Thema Stadt veröffentlichen, das sich mit der Frage beschäftigt, wie Städte gebaut und gestaltet werden müssen, damit sich Menschen trotz sinkenden materiellen Wohlstands in ihnen wohl fühlen.

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