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Dienstag, 17. Oktober 2017

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Doppelsieg für Hybrid-Fahrzeuge

Honda gewinnt VCD-Umweltranking vor Toyota / Diesel mit Filter rücken vor
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat heute in Berlin die VCD Auto-Umweltliste 2006/2007 vorgestellt. In dem umfassendsten Umweltranking im Automobilbereich bewertet der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub über 350 aktuelle Pkw-Modelle nach den Kriterien Verbrauch, Schadstoffausstoß und Lärm.

Neuer Spitzenreiter ist der Honda Civic Hybrid, der den Vorjahressieger Toyota Prius äußerst knapp auf den zweiten Platz verweist. Beide Fahrzeuge folgen dem Hybrid-Konzept, das einen Benzin- mit einem Elektromotor kombiniert und dadurch einen geringen Spritverbrauch ermöglicht. Den dritten Platz im Wettbewerb der umweltschonenden Pkw teilen sich die drei baugleichen Modelle Citroen C1 1.0, Peugeot 107 Petit Filou 70 und Toyota AYGO.
Hermann-Josef Vogt, stellvertretender VCD-Bundesvorsitzender: „Das Hybrid-Konzept macht die bestplatzierten Fahrzeuge sparsam und leise. Zwar ist es kein Allheilmittel im Kampf gegen klimaschädliche Treibhausgase und Ressourcenverschwendung. Aber es zeigt einen Weg, wie man mittels intelligenter Technik den Treibstoffverbrauch auf der Straße senken kann. Leider haben die deutschen Hersteller wie schon beim Rußfilter die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt. Deshalb hinken sie bei der Hybridtechnik erheblich hinterher.”
In den Top Ten der umweltverträglichsten Autos belegen japanische Hersteller sieben von zehn Plätzen. Damit liegen sie im internationalen Wettbewerb um zukunfts- und marktfähige Pkw weit vorn. Die deutschen Anbieter schaffen es dagegen nur mit einem Fahrzeug unter die ersten zehn: Der neue VW Polo BlueMotion, ein sparsamer Diesel mit vollwertigem Partikelfilter, belegt Platz sieben. „In der Dieseltechnologie haben deutsche Hersteller schon lange die Nase vorn. Da sie nun endlich den Partikelfilter in breitem Umfang anbieten, landen immer mehr Diesel unter den besten Kompakt- und Familienfahrzeugen. Doch das Gesamtranking zeigt, dass es nicht ausreicht, bei der Verbrauchsminderung lediglich auf ein Pferd zu setzen“, analysiert Vogt. Eine weitere sinnvolle Technik sei der Erdgasantrieb, der insbesondere bei den 7-Sitzern akzeptable Umweltwerte bringe.

In der massiven Senkung des Durchschnittsverbrauchs aller Pkw sieht der VCD die entscheidende Aufgabe der Autoindustrie für die nächsten Jahre. Während der Schadstoffausstoß bei modernen Benzinern nur noch sehr gering sei und Dieselantriebe dank Partikelfilter ebenfalls sauberer würden, hinke der Spritverbrauch weit hinter der notwendigen Entwicklung her. „Die Autobauer haben in den letzten Jahren durchaus Fortschritte in der Antriebstechnologie erzielt. Doch Verbrauchsreduzierungen haben sie durch mehr Luxus, Größe und Gewicht zunichte gemacht. Dadurch bleibt der Klimaschutz auf der Strecke”, kritisiert Gerd Lottsiepen, Autoexperte und verkehrspolitischer Sprecher des VCD.

Bestes Beispiel dafür sei der Opel Corsa, der letztes Jahr noch auf Platz sechs der VCD-Top Ten landete. Das überarbeitete Modell sei nun 15 Zentimeter länger, etwas breiter und 100 Kilogramm schwerer. Außerdem werde es nicht mehr in der besonders sparsamen Eco-Variante angeboten. Damit erhöhe sich der Benzinverbrauch deutlich und das Modell falle aus der Topwertung heraus.
Nach Einschätzung des VCD werden die europäischen Autohersteller ihre Selbstverpflichtung, den Verbrauch von Neuwagen zu senken, nicht erfüllen. Sie hatten 1998 zugesagt, bis 2008 den Ausstoß des Treibhausgases CO2 von Neuwagen auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu verringern. Lottsiepen: „Derartige Selbstverpflichtungen bleiben offensichtlich wirkungslos, wenn keine Sanktionen damit verknüpft sind. Die Autohersteller haben die Chance vertan, freiwillig einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Jetzt muss die Politik klare Vorgaben beschließen.“

Der VCD fordert, die Kfz-Steuer nach dem CO2-Ausstoß zu bemessen und den unsinnigen Hubraum-Bezug aufzuheben. Darüber hinaus müssen aus Sicht des VCD für alle Fahrzeuge EU-weit verbindliche Verbrauchsobergrenzen eingeführt werden. Die Erfolgsgeschichte der europäischen Schadstoffgrenzwerte habe gezeigt, dass dieser Weg praktikabel und wirksam sei.
Der menschengemachte Klimawandel schreitet rasant voran, die Erdölreserven schrumpfen, die Preise an der Tankstelle steigen. Das erfordert entschlossenes Handeln auf allen Ebenen“, resümiert Lottsiepen. Der VCD appelliert an Unternehmen, Politik und Verbraucher, der Energieeffizienz höchste Priorität einzuräumen. Im Autobereich biete die VCD Auto-Umweltliste eine gute Orientierung dafür. Insgesamt 80 Pkw-Modelle erhalten in der diesjährigen Bewertung den grünen Balken: „Wenn ein Auto, dann so eins!“

Weitere Informationen zur VCD Auto-Umweltliste 2006/2007 finden Sie hier.
Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, spritsparende Autos, mehr Sicherheit für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den Verkehrsclub Deutschland aus. Um diese Vision zu verwirklichen, wurde der VCD e.V. 1986 gegründet. Seitdem haben umweltbewusste mobile Menschen eine Alternative zu den herkömmlichen Automobilclubs und die Verkehrspolitik ein ökologisches Korrektiv. Derzeit unterstützen 63000 Mitglieder und Förderer den VCD.
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