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Samstag, 24. Juni 2017

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Next BANG - riskantes Spiel mit Megatechnologien

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Next BANG! Pakistan versinkt in den Fluten, Russland wird von einem Flächenbrand bisher unbekannten Ausmaßes heimgesucht, auch in Deutschland steigen die Pegelstände der Flüsse - das Klima scheint außer Rand und Band. Angesichts steigender Erderwärmung erhält die Diskussion um Risikotechnologien neue Nahrung. Seit dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen sind die Befürworter im Aufwind, da auf Politik und gesellschaftlichen Konsens bei der Lösung der drängenden Menschheitsprobleme kein Verlass mehr zu sein scheint: Nanotechnologie, Geoengineering, Synthetische Biologie, Neurowissenschaften und Gentechnik als „Plan B“?



Keine Lösung, sondern ein Spiel mit unkalkulierbaren Risiken, meint Pat Mooney, Träger des Alternativen Nobelpreises und einer der international führenden Experten für Bio-, Nano- und Gentechnik. Zum 30. Jubiläum des „Right Livelihood Awards“ in diesem Herbst erschien am 2. September im oekom verlag Mooneys aufrüttelnder, kritischer Grundlagenreport „Next BANG!“: In einer spannenden Mischung aus populärwissenschaftlichem Sachbuch und fiktiven Zukunftsszenarien bis ins Jahr 2035 beleuchtet der Autor die unterschätzten Gefahren der neuen Megatechnologien und entlarvt die riskanten Eingriffe in das Ökosystem unseres Planeten als naive Hoffnung, der eine globale Zivilgesellschaft gegenüberstehen muss.

Die Düngung der Meere mit Eisen-Nanopartikeln, Solarspiegel im Weltall, Nanopartikel in Lebensmitteln und Kosmetikprodukten oder die Entwicklung künstlicher neuer Lebensformen mit der Biosynthese; dahinter verbergen sich neue Megatechnologien, die in den kommenden Jahrzehnten unser Leben prägen könnten – oder es zum Teil schon tun. Nano,- Gen,- und Biotechnologie sollen zur Abschaffung des Hungers in der Welt dienen, Rezepte gegen die Krankheiten unserer Zeit oder für die künstliche Verbesserung des menschlichen Körpers bereitstellen. „Geoengineering“ soll die Erde vor dem Klimakollaps retten.

In „Next BANG!“ zeigt der renommierte Experte Pat Mooney, dass derart großflächige Eingriffe in die Abläufe unseres Planeten neben unkontrollierbaren Nebenwirkungen auch politische und soziale Veränderungen der Weltordnung zur Folge haben können: Schwefelpartikel in der Stratosphäre zur Reflexion des Sonnenlichts können beispielsweise in Asien den Monsunzyklus stören – mit Auswirkungen auf Milliarden von Menschen. Die Megatechnologien werden schon heute hinter den Kulissen von Regierungen, Großkonzernen und Wissenschaft viel diskutiert und – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – zum Einsatz vorbereitet. Pat Mooney entlarvt in seiner nachdenklich machenden Analyse technologische Heilsversprechen und fordert nachdrücklich eine öffentliche Debatte sowie die Einrichtung eines internationalen Kontrollgremiums. Indem Mooney aber auch alternative Zukunftsentwürfe entwickelt, ist „Next BANG!“ nicht zuletzt ein Plädoyer für ziviles Engagement; der Autor ruft uns alle auf, Teil einer aktiven Zivilgesellschaft zu werden und das Recht einzufordern, an der technologischen Entwicklung unserer Gesellschaft teilzuhaben –  denn es liegt an uns, über die Zukunft zu entscheiden, deren Weichen schon heute gestellt werden.

{xtypo_quote} Pat Mooney engagiert sich seit vielen Jahren für die Bewahrung genetischer Ressourcen in der Landwirtschaft der Dritten Welt. 1985 erhielt er dafür den Alternativen Nobelpreis, 1998 die kanadische Pearson Peace Medal. Er ist Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation „ETC Group“ und gilt international als einer der führenden Experten für Bio-, Nano- und Gentechnik und ihre Folgen. {/xtypo_quote}

Der Buchtitel BANG steht als Kürzel für Bits, Atome, Neuronen und Gene und soll andeuten, dass die wissenschaftliche Zukunft sich vor allem im Nanobereich abspielt, also im Kleinen.
BuchShop Next BANG! / Pat Mooney

Eine unheilvolle Allianz aus Wissenschaft, Großkonzernen und Regierungen bereitet großflächige Eingriffe in das System Erde vor – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit und ohne die dringend gebotene Risikofolgenabschätzung. BANG – Bits, Atome, Neuronen und Gene sind die Ingredienzien dieser riskanten neuen Megatechnologien. Geo-Engineering, Nanotechnologie, Gentechnik, synthetische Biologie und „konvergierende Technologien“ heißen die Zauberbesen, mit denen die Probleme der Menschheit angeblich ausgekehrt werden sollen. Das entsprechende Marketing verspricht uns Rettung vor der Klimakrise, die Abschaffung des Hungers auf dieser Welt und ungeahnte Erfolge in der Bekämpfung von Krankheiten.

Pat Mooney entlarvt in Next BANG! die Absurdität solcher Behauptungen und führt uns plastisch die unkalkulierbaren Risiken vor Augen, die mit derartigen technologischen „Heilsversprechen“ verbunden sind. Zugleich ist Next BANG! ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr gezieltes Engagement und einen stärkeren Einfluss der Zivilgesellschaft bei den dringendsten Fragen unserer Zeit. Seine Aussage ist deutlich: Es liegt nicht nur in unserem ureigenen Interesse, sondern es ist auch unser Recht, zu bestimmten technologischen Entwicklungen eindeutig und klar „Nein!“ oder „Langsamer!“ zu sagen. In verschiedenen fiktiven Geschichten führt uns Mooney dabei auf alternativen „Kursen“ bis ins Jahr 2035 - und fordert uns auf, uns zu entscheiden, in welcher Welt wir in dreißig Jahren leben wollen ...

 

Die Studie "Smart Solutions to Climate Change" plädiert für Geoengineering

Der Forscher Bjørn Lomborg warnt davor, sich auf die Senkung der Kohlenstoffdioxidemissionen zu versteifen. Er kennt bessere Lösungen. Der Statistiker: Bjørn Lomborg ist Statistiker, Politikwissenschaftler und Dozent an der Copenhagen Business School. Er wurde bekannt durch seine kritischen Bücher, die sich mit den Konsequenzen aus dem Klimawandel befassen. Die Computermodelle, die eine starke Erwärmung vorausberechnen, stellt er nicht in Frage. Eine Reduktion des CO2-Ausstoßes, argumentiert Lomborg, wäre jedoch ein sehr ineffizienter und teuerer Weg, um Schaden abzuwenden.

In der Studie „Smart Solutions to Climate Change“, die nun veröffentlicht wurde, befassen sich Klimaökonomen mit der Geschwindigkeit, in der Fortschritte erzielt werden. Das Buch scheine „so viel“ von dem zu widersprechen, was Lomborg zuvor gesagt habe, schreibt der „Guardian“. Der Wissenschaftler „verirre“ sich damit auch auf neues, kontroversielles Territorium. So plädiert Lomborg, der stets viel zu teure Klimaschutzmaßnahmen aufs Schärfste kritisiert hatte, plötzlich dafür, mehr Geld für Klimatechnikmaßnahmen auszugeben.

Links:
Björn Lomborg (Wikipedia)
„Guardian“-Artikel (engl.)
Artikel + Interview (natur.de)
www.handsoffmotherearth.org


kursWechseln / Pat Mooney

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