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Freitag, 24. November 2017

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Terracooler - Social Business, BMW + Design

terracooler

Die BMW Stiftung Herbert Quandt zeichnete im dritten Jahr junge Führungspersönlichkeiten aus, die mit herausragenden Geschäftsideen, Initiativen und Projekten einen entscheidenden Beitrag für das Gemeinwohl leisten. Der Preis "BMW Foundation Young Leaders Awards" wurde am 19. Mai im Rahmen des Munich Economic Summit, einer internationalen Wirtschaftskonferenz der CESifo Gruppe und BMW Stiftung Herbert Quandt, verliehen: Dank einer genialen Idee und ein wenig Ton kann die Haltbarkeit von Lebensmitteln deutlich verlängert werden. 


„Wir wollen Geschichten von besonderen Menschen erzählen, die sich kreativ und unternehmerisch für gesellschaftliche Veränderungen einsetzen. Das kann im Beruf wie auch in der Freizeit sein“, erläutert Markus Hipp, Geschäftsführender Vorstand, die Beweggründe der BMW Stiftung Herbert Quandt.

TERRACOOLER.ORG  von Stephan Augustin
Weltweit leiden mehr als eine Milliarde Menschen an Hunger. Allerdings ist das Fehlen von Lebensmitteln nur ein Teil dieser humanitären Katastrophe. Ähnlich problematisch ist das Fehlen von geeigneten Kühl- und Konservierungstechniken für die Nahrungsmittel. Hinzu kommt, dass diese 1,4 Mrd. Not leidenden Menschen auch über keine oder keine stabile Stromversorgung verfügen, sie leben Off Grid. Stephan Augustin, hauptberuflich Designer der BMW Group, hat nun ein Kühlgerät entwickelt, mit dessen Hilfe sich Lebensmittel selbst bei 40 Grad Außentemperatur angemessen lagern lassen. Sein „Terracooler“ ist eine doppelwandige, glockenförmige Tonhaube, die mit Wasser gefüllt wird. Mit Hilfe der Verdunstungskälte kann sie die Temperatur im Inneren um bis zu 40 Prozent senken. Auf diese Weise wird nicht nur die Haltbarkeitsdauer der darin aufbewahrten Lebensmittel bis um das Zehnfache verlängert. Sie werden auch vor Licht, Schmutz und Tieren geschützt. Vor allem aber lässt sich der Terracooler mit einfachen Mitteln herstellen: Töpfer in aller Welt verfügen über das nötige handwerkliche Können, um den Terracooler vor Ort herzustellen und zu vertreiben.

Damit diese ebenso effektive wie unkomplizierte Kühlmethode möglichst günstig und weit verbreitet werden kann, hat Stephan Augustin, der bereits vor einigen Jahren mit seinem „Watercone“, mit dem sich auf einfache Weise Trinkwasser aus Meerwasser gewinnen lässt, weltweit auf sich aufmerksam gemacht hatte, sein Konzept gespendet. Als „Donationware“ kann es nun weltweit lizenzfrei nachgebaut werden. Auf Patente hat Stephan Augustin bewusst verzichtet, um eine rasche Ausbreitung seiner Entwicklung zu begünstigen. > Video Funktionsweise

Für seine Entwicklung wurde der Designer und Entwickler nun mit dem Young Leaders Award der BMW Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ehrt Führungspersönlichkeiten, die neue Pfade betreten und vorbildliche Initiativen für das Gemeinwohl initiieren, weiterentwickeln oder unterstützen. Der Young Leaders Award ist nicht nur verbunden mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro. Stephan Augustin wird nun auch durch ein spezielles Kompetenzteam anderer Young Leader unterstützt, mit deren Hilfe er die Verbreitung und eventuelle Weiterentwicklungen seiner Idee voranbringen kann. PS: Der Terracooler kann übrigens auch in der industrialisierten Welt sinnvoll eingesetzt werden. Denn insbesondere für empfindliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst oder Käse ist der Kühlschrank in der Regel nur bedingt geeignet. Die Lagerung unter dieser natürlichen Kühlhaube wäre also sowohl ökologisch als auch geschmacklich eine interessante Alternative.

Winners
Stephan Augustin, Industrial Designer; Project Manager, Innovation Projects at Project i, BMW Group, Munich http://www.terracooler.org
Amani Eltunsi, Director, Girls Only Radio Station, Cairo http://www.banat9bass.com
Matthias Scheffelmeier, Project Manager Ashoka’s Youth Venture / Venture, Ashoka, Berlin http://www.changemakercity.de
Heather Cameron, Founder and Director, Boxgirls, Berlin; Professor, Educational Science and Psychology, Freie Universität Berlin http://www.boxgirls.org
www.bmw-stiftung.de/de



Stephan Augustin wurde 1967 in München geboren und studierte von 1989 bis 1993 Industrial Design an der Universität der Künste in Berlin. 1997 nahm er eine Festanstellung bei der BMW AG im Design an,um am Aufbau eines neuen Produktdesignstudios mitzuwirken. Zwischen 2007 und 2009 war Stephan Augustin im Advanced Design Studio der BMW Group mit der technischen und gestalterischen Entwicklung von visionären Mobilitätskonzepten tätig. Hier entstanden Fahrzeuge- und Designkonzepte mit einem Fokus von 5-10 Jahren in der Zukunft.
Seit 2010 befasst sich Stephan Augustin bei BMW unter dem Projektnamen “Project i” mit der Entwicklung von Elektromobilitätsprodukten. 

Bei seiner freiberuflichen Nebentätigkeit konzentriert sich Stephan Augustin neben Lehraufträgen und Vorträgen an Hochschulen und Universitäten rein auf Eigenentwicklungen wie z.B. den Watercone®, einem solar betriebenen preisgünstigen Apparat zur Trinkwassergewinnung aus Salz- oder Brackwasser für arme Regionen in der Welt. 
Hierfür erhielt er 2008 den „National Energy Globe, World Award for Sustainability" im europäischen Parlament von Brüssel und eine Auszeichnung des „Kyoto World Water Grand Prize" während des 5. Welt Wasserforums im März 2009 in Istanbul. Im Sommer 2009 wurde Stephan Augustin beim „World Technology Award 2009" in New York für seine Arbeiten als Finalist in der Kategorie" Soziales Unternehmertum" nominiert.
Der Watercone® wurde zudem in die ständige Sammlung des Centre Pompidou in Paris, des Museum of Modern Art in New York sowie des Museums der Deutschen Geschichte in Bonn aufgenommen. http://www.augustin.net

Ich bin Stephan Augustin das erste Mal während eines Workshops bei BMW begegnet. Danach trafen wir uns auf dem Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTank wieder, erst hier bin ich auf die Projekte im Rahmen seiner privaten Tätigkeit aufmerksam geworden.
Sein Vorgängerprojekt ist "Watercone", eine Erfindung für Solare Meerwasserentsalzung für Jedermann, vorrangig zur Hilfe in Entwicklungsländer gedacht. Seine jüngste Arbeit wurde während des Munich Economic Summit zusammen mit anderen Preisträgern bei einem Empfang in der Residenz München ausgezeichnet. Hier wurden alle Gewinner-Projekte vorgestellt und besonders hat mich auch die Initiative von  Heather Cameron beeindruckt, welche als Katalysator für sozialen Wandel dient und wesentliche Grundlagen einer Veränderung bereits bei Kindern ansetzt. 

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