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Montag, 18. Dezember 2017

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Eine persönliche Erfolgsgeschichte

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Eine persönliche Erfolgsgeschichte, die man gerne mit anderen teilen möchte, war die konkrete Fragestellung, die ich mir für 2012 mit auf den Weg gab. Nun ist es Ende 2011 und ich sitze bei mir zu Hause am Rechner und wühle in Erinnerungen von 24 Jahren Tour extrem, im Sinne einer teilbaren, intensiven und persönlichen Geschichte

War es die Grönlandexpedition mit sehr knappem erfolgreichen Ausgang, war es die mehrmalige Durchquerung der Sahara mit allen überstandenen Abenteuern? War es die Expedition durch  Russland von Frankfurt nach Ulaan Baator (Hauptstadt der Mongolei) im ungeplanten nonstop Modus? Oder war es das erfolgreichste Jahr in unserer Firmengeschichte mit allen beteiligten Mitarbeitern, Prozessen, Methoden und benötigten Ressourcen?

Doch wie ein imaginäres Gummiband tauchen immer wieder Bilder auf, die ich niemals in einem solchen Projekt in eine schriftliche Form bringen wollte. So bin ich nun nach einigen Tagen des inneren Widerstandes und einem kurzen Telefonat mit Susanne bereit, eine geheime Kammer meines persönlichen Erlebens zu öffnen. Diese Geschichte erfüllt nicht die Aufgabenstellung, ein für den Leser wiederholbares Szenario zu sein – aber vielleicht ist es auch Zeit, diese nicht ausgesprochenen sehr persönlichen Ereignisse, die ein Jeder auf eine etwas andere Art und Weise in seinem Innersten aufbewahrt, teilbar zu machen….!

Meine persönliche Geschichte von Erfolg

Die erste Entscheidung für Anderssein.
Mein Name ist Peter Schliessmann, ich bin 47 Jahre alt, geboren als eineiiger Zwilling und aufgewachsen in einem unscheinbaren kleinen hessischen Dorf, idyllisch am Main gelegen. Mit der Besonderheit von Peter & Paul verlief mein frühes Leben ganz normal, ohne besondere Vorkommnisse. Meine erste emotional geprägte Erinnerung führt mich zu einem Tag, als ich etwa acht Jahre alt war und mit Begeisterung den Film Robin Hood im Fernsehen sehen durfte, der mich so inspirierte, dass ich sofort beschloss, ein Leben wie Robin Hood zu führen.

Lernfazit:
Hier beginnt wohl ein Aspekt von Erfolg – die wahrnehmbare Kraft der Inspiration und eine außerordentliche Konsequenz in der Umsetzung dieser Energie.

Doch das war mir mit gerade mal acht Lebensjahren geradezu egal! Zum nachhaltigen Entsetzen meiner Eltern und meiner Geschwister zog ich in den nahegelegenen Wald und war erst nach 2 Tagen und einer einsamen Nacht bereit,  von meinem Vorhaben abzulassen. Eine heiße Badewanne und mein Lieblingsessen, waren unschlagbare Faktoren gegenüber Angst, Hunger und die kalte Einsamkeit einer weiteren Nacht…..

Der Fluchtimpuls als Rebellion
Einige Jahre später, in denen ich meiner Familie keinen weiteren Anlass zur Sorge gegeben hatte, wiederholte sich mit ganz anderen Aspekten dieses Muster zum zweiten Mal. Ich war aus der eigenen Unentschlossenheit heraus, was ich nach der Realschule beruflich machen wollte, vermittelt durch Eltern und meinen Sportlehrer, bei der AEG gelandet, um eine Lehre als techn. Zeichner zu absolvieren. Kurz vor der Zwischenprüfung beschloss ich, wieder mal mein Leben in die eigene Hand zu nehmen und setzte mich während eines Schulausfluges nach Paris von der Gruppe ab – zum Entsetzen des Klassenlehrers, der Schulkameraden, meiner Eltern und natürlich meines Ausbildungsleiters in der Firma. Nach einem missglückten Versuch, auf einem französischen Frachter in Richtung USA anzuheuern, war ich nach zehn Tagen, um einige Erfahrungen reicher, desillusioniert wieder zu Hause. Diesmal gab es keine Geschenke und kein Lieblingsessen für dieses unreife Verhalten, sondern eine richtige Ansage!!! Meine Abenteuerlust während der Lehrjahre war dadurch erst einmal auf Eis gelegt. Die schulischen und betrieblichen Leistungen wurden sogar spürbar, in jeder Beziehung, besser als vorher.

Lernfazit:
Zu einer Geschichte von Erfolg muss es in jeder Richtung auch eher negative Prozesse geben, um den Wert von Anderssein und vor allem die Konsequenzen des eigenen Handelns früh gelernt zu haben.

Doch ein drittes Mal suchte mich diese Konditionierung von Flucht heim….damals war ich neunzehn Jahre alt und als Zeitsoldat bei den Fallschirmjägern verpflichtet. Dazu kam noch das erste Verliebtsein mit einer sehr netten jungen Dame aus meinem Ort. In beiden Bereichen fing ich an zu straucheln (beim Bund mit Befehl und Gehorsam und privat mit nur am Wochenende in Beziehung gehen), das fragile System kollabierte und ich sah mich flugs im Flieger nach Kanada, um endlich wirklich aus-zu-wandern und mein Dasein als Jäger und Trapper in der kanadischen Wildnis zu fristen. Auch diese, mehr als lehrreiche Episode, schloss ich nach drei dramatischen Monaten erfolgreich (da überlebt) ab. Doch hierbei hatte ich ganz bestimmte Schwellen meiner eigenen Person und meines Umfeldes überschritten und kam als jemand anderes zurück!

Lernfazit:
Um persönliche Veränderungen nachhaltig werden zu lassen, ist eine längere Periode der Klausur unumgänglich (Jesus 40 Tage Wüste, Papillon 10 Jahre Einzelhaft, etc.) ab einem bestimmten Punkt, der sehr individuell sein kann, federt man nicht mehr in die alte Konditionierung von Verhalten und Persönlichkeit mit all ihren Facetten zurück – man ist wirklich anders!

Doch auch, wenn diese Erfahrungen für den einen oder den anderen geneigten Leser schon kleine Abenteuer sein sollten, bot mir mein Leben noch ungeahnte weitere Möglichkeiten der Veränderung und Entwicklung an.

Nach nicht langer Zeit war es nicht mein Umgang mit selbst konstruierten Lebenssituationen und meiner eigenen Art und Weise, damit umzugehen, sondern das Leben selber zeigte mir auf nicht vorstellbare Weise andere Aspekte persönlicher Entwicklung…..

Die nicht umkehrbare Konsequenz von Veränderung

Mein Zwillingsbruder Paul, der eher ein beständiges Leben mit Schwerpunkt Sport und fester Beziehung pflegte, verunglückte beim Drachenfliegen mit 21 Jahren tödlich. Alle meine Bekannten hatten eine Konsequenz wie eben diese, schon längst durch meine Episoden für mich erwartet – nun war ein Jeder tief getroffen und irritiert…ich geriet in eine Phase, in der ich das normale Leben eher als sinnlos und ungerecht empfand. Sofort dachte ich daran, dass, wie so viele Male in der Geschichte meines Bruders und mir, uns „jemand“ wieder einmal einfach nur verwechselt hatte – d.h. wenn es eine größere Instanz als den Menschen gibt,  (Schicksal oder Gott) sind die wohl auch nur zu blöde, zwei eineiige Zwillinge unterscheiden zu können!
Ich suchte Trost bei Hesse, Nietzsche und ähnlicher Literatur und las nur das heraus, was mich tiefer in Schmerz und Schuld spiralisierte…mittlerweile fuhr ich für 9 DM/ Stunde Geldtransporte oder arbeitete im Wach- und Schließdienst für 6,50 DM / Stunde als Sicherheitsmann. Alle Zeichen zeigten stetig bergab….

Lernfazit:
Vor jedem Neubeginn muss das Aufarbeiten des Bekannten „Alten“, sowie das wichtige Prinzip von Loslassen verstanden und integriert werden.

Da ich nun Anfang zwanzig und mit „ausgemusterten“ Kollegen im Wachdienst meine Nächte verbrachte, ich mit Büchern, die anderen z.T. mit Alkohol, kehrte auf einmal meine innere Stimme und die Inspiration zu mir zurück. In sehr kurzer Zeit gründete ich meine Firma, und machte genau diesen Zustand zur Geschäftsidee:
Tour extrem war geboren - eine Überlebensschule und ein Expeditions-Reiseveranstalter sollte genügen, um meinen Fluchtimpuls als Geschäftsidee zum Laufen zu bringen. Die Grundidee war, die Natur als natürlichen Gegner zu betrachten, der bezwungen werden kann und muss. Die nun angebotenen und durchgeführten Überlebenskurse, Saharadurchquerungen mit Geländewagen, sowie Trial- Trekking Touren in der Wildnis Kanadas zeigten mir weitere persönliche, aber auch die Grenzen einer kleinen Gemeinschaft auf. Die wichtigsten Erkenntnisse hierbei:

„Eine Expedition ist für jeden ganz persönlich das, was er erwartet“ und
„Das wahre Abenteuer erlebt man immer nur mit sich selbst!“

Durch die Firma hatte ich nun genügend Gelegenheit, die Welt unter „die Räder“ zu nehmen und es wurden viele z.T. sehr schwierige Situationen in fremden Kulturen bewältigt. In der Zwischenzeit hatte ich meine innere Wut und meine eher aggressive Haltung zur Natur weitgehend im Griff. Es gab ja auch genügend Gelegenheiten, allen Facetten meiner Persönlichkeit Ausdruck zu geben.
 

Die Transformation der Persönlichkeit

Die Veränderung strömte in mein Leben an einem ganz normalen Tag, ich war mit einer Orientierungsübung für Kunden an einem alternativen Seminarzentrum zu Gange – da fragte uns ein indianisch aussehender Mann, ob wir Lust zu einer Schwitzhüttenzeremonie hätten. Ich sagte spontan „JA“ – nicht wissend, das dieses kleine Wort mein Leben dauerhaft für immer verändern würde…..

Meine erste Schwitzhüttenzeremonie
Ich war der einzige Teilnehmer meiner Gruppe, der Rest zog es vor, sich unterhaltsam bei Bier und Wein auszutauschen. Es waren noch vier weitere Männer, die nur leicht bekleidet und frierend wie ich am großen Feuer vor einer flachen mit Decken und Planen abgedeckten Rundhütte sich neugierig zunickten. Der Leiter des Rituals kam und gab uns einige sehr dünne Informationen – froh, dass es endlich los ging, krabbelten wir durch die niedrige Türe und suchten unseren Platz in der Hütte. Ich wunderte mich über den „riesigen“ Raum, der von außen so unscheinbar aussehenden Hütte und schon wurden die ersten rot glühenden Steine, als „Großväter“ wurden sie bezeichnet, in dem Loch inmitten der Lodge platziert. Alles schien mit einer mir nicht bekannten Ordnung zuzugehen, während unser Leiter seine Konzentration ausnahmslos auf das Geschehen – nicht aber auf uns richtete. Nachdem die Ordnung wohl hergestellt war, sah der Leiter uns an und sagte: „Das wohl jeder seinen Grund habe, am heutigen Tage als Teilnehmer in diesem Ritual zu sein“. Grund, dachte ich mir? Reichte einfach neugierig zu sein als Grund?

Die Türe der Hütte wurde geschlossen, es war plötzlich stockdunkle Nacht bis auf ein leichtes Glimmen der glühenden Steine in unserem Zentrum. Der Schlag der Trommel begann, unsere Herzen zu synchronisieren, und dann begann die Gruppe in einer mir unbekannten Sprache zu singen….meine einzige weitere Wahrnehmung war, dass irgendjemand angefangen hatte zu schreien. Dann verlor ich mich in tiefschwarzer Weite eines mir nicht bekannten Universums.

Später erfuhr ich zu meinem Erstaunen, dass ich derjenige war, der geschrien hatte und wohl voll in einen emotionalen Prozess abgetaucht war. Trotz allem aber fühlte ich mich danach wie neugeboren, leicht und klar. Was in aller Welt war in dieser Hütte geschehen? Da ich mit meinem sehr unbewussten Prozess nicht zufrieden war, nötigte ich den Leiter direkt am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang, eine erneute Zeremonie mit mir durchzuführen – er lachte und gab mir sehr viele Anweisungen: Steine holen, Feuerholz machen, Wasser holen, Prayer Ties (kleine Gebetsbeutelchen) machen, Feuer anzünden und bewachen….sehr bewusst arbeitete ich fast die ganze Nacht, um hinter das Geheimnis dieses Prozesses zu kommen. Kurz vor Sonnenaufgang weckte ich den Leiter und zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Stunden krabbelte ich wieder durch die Türe mit einem etwas mulmigen Gefühl…

Lernfazit:
Das komplette Reinigen von alten Mustern und Konditionierungen kann ein sehr intensiver emotionaler Prozess sein. Die rituelle Ethik der alten Kulturen ist für diese heiligen Momente aufgebaut – in der Wahrnehmung unserer Kultur ist es eher peinlich oder beschämend, wenn Personen über diese Schwellen gehen..!

www.changeyourmind-changeyourlife.de

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