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Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Authentisches Leadership

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Ebenen vom authentischem Leadershipmodell

Konkurrenzdenken: ein Auslaufmodell? Kooperationsdenken: das bessere Unternehmerische Prinzip? Wann haben Sie das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? Stellen Sie sich mal folgendes vor:
Im US-Bundesstaat Oregon gibt es eine Stadt, in der Autohäuser überall verteilt sind und deren Umsätze sind durchschnittlich. Und dann gibt es eine andere Stadt mit einer Automeile. Ein Autohaus neben dem Anderen. Eigentlich eine Horror-Vorstellung oder? Aber genau da sind die Umsätze überdurchschnittlich. Hier werden die Kunden zu dem Nachbar-Autohaus geschickt, wenn genau das Auto, was sie wirklich brauchen, eben dort ist. Was für ein Unterschied!

Hier geht es nicht darum, wie wir Ihr Geld bekommen können, sondern was die beste Lösung für Sie ist. Ist das nicht eine völlig andere Haltung? Und was glauben Sie, wie fühlt sich der Kunde? Und wem wird dieser Kunde davon alles erzählen? Hat das nicht viel mehr Sinn? Und haben da nicht alle mehr Erfolg? "Nachhaltigen" Erfolg?

Was hat uns das Konkurrenzdenken bisher gebracht?

  • Es hat weltweit das Prinzip der Unabhängigkeit, "der bessere gewinnt", zu seiner höchsten Entwicklungsstufe gebracht, aber jede Hochkultur braucht einen radikalen Impuls für den nächsten Schritt.
  • Es hat Gewinner und Verlierer auch innerhalb von Unternehmen, zwischen Abteilungen und Bereichen hervorgebracht mit enormen Opportunitätskosten, die nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erscheinen.
  • Es hat die Burnout-Raten in die Höhe schnellen lassen, weil "gewinnen" allein kein sinnvolles Ziel ist, für das sich Menschen langfristig wirklich einsetzen.
  • Es hat die kreativen Potenziale vernachlässigt, denn wenn wir Gewinnen, glauben wir, wir hätten alles richtig gemacht und hinterfragen uns nicht mehr.
  • Es hat das Mangeldenken gefördert, denn wir glauben, es ist nicht genug für alle da und versuchen, mit den gleichen Waffen um einen Anteil am Kuchen zu erkämpfen.

Renée Mauborgne & Chan Kim: Bestseller Autor der Blue Ocean Strategy postuliert:
"Der beste Weg den Konkurrenzkampf zu gewinnen, ist damit aufzuhören."

Was könnte uns das Kooperationsdenken an neuen unternehmerischen Potenzialen bringen, gerade in den Verdrängungsmärkten?

  • Eine Rückbesinnung auf die eigenen Talente, Gaben, Mission und Vision, mit denen erst ein Nachhaltiges Wirtschaften möglich ist, denn jede Mission hat ihre Wurzeln in dem Ausgleich von Ökologie, Ökonomie und dem Sozialen, weil es auf der Essenz des Menschseins basiert, dem Herz und der Liebe.
  • Eine Verlagerung des Fokus': Von "wie können wir unseren Wettbewerber schlagen" hin zu "wie können wir kreativ und unternehmerisch unsere eigenen Talente für sinnvolle, nachhaltige, unternehmerische Lösungen weiter entwickeln und so unser Bestes in uns entwickeln". Dafür motivieren sich Menschen täglich mit Leib und Seele.
  • Sinnvolle, innovative Geschäftsmodelle, die wir zusammen mit unseren Konkurrenten entwickeln, weil jeder seine Kernkompetenzen weiter entwickelt, stärkt und damit im Profil klar ist und als starker Partner auf Augenhöhe unabhängig sein kann.
  • Ein Hochleistungs-Team von Führungspersonen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, das eine Energie und einen Raum für Mitarbeiter erzeugt, wo Sie kreativ, innovativ und nachhaltig unternehmerisch wirken wollen.
  • Eine Unternehmenskultur, die lernfähig, flexibel, inspirierend, freudvoll und nachhaltig erfolgreich ist, da die Menschen sich im Unternehmen entwickeln wollen und sich somit das Unternehmen entwickelt.

Gerade Top-Management-Berater setzen jetzt selbst mehr auf diesen Zug. Davon ist auch Martin Wittig, CEO Roland Berger Strategy Consultants, überzeugt: "Die Young Global Leaders des World Economic Forum beeindrucken, weil sie ihre Intelligenz und ihr Wissen nicht egoistisch nutzen, sondern dafür einsetzen, die Welt zum Besseren zu ändern"

Roland Berger liefert zudem mit dem aktuellen "Trendcompendium 2030" die Hintergründe zu dem notwenigen Wandel zu mehr Kooperationsdenken, basierend auf den sieben Mega-Trends, die die Welt verändern bis 2030:

  • Demographischer Wandel
  • Globalisierung & zukünftige Märkte
  • Rohstoffknappheit
  • Herausforderung des Klimawandels
  • Technologiedynamik & Innovation
  • Globale Wissens-Gesellschaft
  • Teilen weltweiter Verantwortung

Was bedeutet das für uns, die Führungspersonen in Unternehmen?

  • Das Ende des linearen Denkens hat begonnen
  • Volatile Märkte sind unplanbar
  • Völlige Unsicherheit in Geschäftsplänen
  • War for talents nimmt zu
  • Ressourcenknappheit jeglicher Art zwingen oder öffnen uns zur Kooperation

Das neue Kooperationsdenken braucht gleichzeitig ein neues Leadership, denn wie führen wir in einer radikal volatilen Welt? Wir brauchen einen inneren Kompass. Wir brauchen Authentisches Leadership, das sich aus dem Innen des Leaders entwickelt und nicht die Lösung im Außen sucht. Die Leader der Zukunft vereinen folgende Eigenschaften ihrer Werte und Fähigkeiten:

  • Authentisch & Integer
  • Kooperations-orientiert
  • Nachhaltig
  • Bewusstsein für das Ganze
  • Werte-orientiert
  • Voneinander lernen

Inspirationen aus dem Business

Wertekanon in Münchner Bank
Helmut Lind ist Chef der Sparda Bank München. Harte Zahlen interessieren ihn nicht. Er misst seine Bank daran, ob sie Gutes tut. Als eines der ersten Unternehmen will er mit der Sparda Bank im Herbst neben der Finanzbilanz eine Gemeinwohlbilanz präsentieren. Für ihn ist dies langfristig das bessere Steuerungsinstrument. Der Aufsichtsrat trägt es mit - solange die Zahlen stimmen.

Was macht das Leadership von Helmut Lind aus und wie können wir uns dadurch inspirieren lassen?

  • Er ist bereit, einen eingeschlagenen Weg zu überprüfen trotz oder gerade wegen des Erfolgs. Er ist bereit, seiner Wahrnehmung und seinem Herzen zu folgen und stellt sich gerne selber in Frage "Läufst du vielleicht in die falsche Richtung?"
  • Er ist bereit, einen neuen Weg konsequent zu gehen, andere einzubinden und konkrete Maßnahmen dafür zu benennen, wie die "Matrix des Guten".
  • Dafür definiert er einen Wertekanon aus Menschenwürde, Solidarität, Ökologischer Nachhaltigkeit, Sozialer Gerechtigkeit und Demokratischer Mitbestimmung & Transparenz. Das ist auch genau der Weg von anderen namhaften Vorreitern wie Ricardo Semler, der damit gigantische Kreativkräfte zum Wohle aller freigesetzt hat, mit erstaunlichen Ergebnissen.
  • Zu den jeweiligen Werten und den jeweiligen Interessensgruppen eines Unternehmens werden in der neuen Gemeinwohlbilanz auch konkrete Kriterien und Maßnahmen hinterlegt.
  • Helmut Lind lebt seine Werte und das Leitbild und passt die Unternehmensstrategie entsprechend an! Die Strategie folgt der Unternehmens,- und Gemeinwohlkultur und nicht umgekehrt.

Mitarbeiterfokus in Indien
"How India's Top Business Leaders Are Revolutionizing Management" ist eines der interessantesten Managementbücher derzeit.

  • Es gibt vier Kernprinzipien, die anders sind: Das holistische Engagement mit den Mitarbeitern, Improvisation & Anpassungsfähigkeit, Kreative Nutzenangebote, Ganzheitliche Mission und Beitrag leisten.
  • Executives aus Indien messen der Strategiearbeit, dem Gestalten der Unternehmenskultur und der gesellschaftlichen Wahrnehmung ihrer sozialen Verantwortung mehr Bedeutung zu als dem Erfüllen der Interessen der Aktionäre.
  • "Employee first, customer second". Ja, Sie haben richtig gelesen. Dies ist das Motto der namhaften HCL IT-Firma. Der Fokus liegt beim Mitarbeiter. Denn nur inspirierte, anerkannte, wertgeschätzte Mitarbeiter, die das spüren können, behandeln ihre Kunden gleichermaßen, wie sie behandelt werden. Es geht also um Kooperationsdenken gegenüber den eigenen Mitarbeitern, weil es eine Unternehmenskultur generiert, die spürbar anders ist, sowohl nach innen, wie nach außen zum Markt.

Auf Augenhöhe in Brasilien
Ricardo Semler ist der Geschäftsführer und Mehrheitseigner von Semco S/A, einem brasilianischen Unternehmen, das durch seine radikale Demokratisierung bekannt geworden ist. Unter Semlers Leitung stieg der Umsatz von 4 Millionen US-Dollar im Jahr 1982 auf 212 Millionen 2003. Die Anzahl der Beschäftigten stieg von 90 auf 3.000. Semlers Management-Methoden haben weltweit großes Interesse gefunden. 1990 wählte das Wall Street Journal Ricardo Semler zum lateinamerikanischen Geschäftsmann des Jahres, 1990 und 1992 wurde er auch brasilianischer Geschäftsmann des Jahres.

Was sind die Elemente des Kooperationsdenkens bei Ricardo Semler und der Semco Group? Nur Mitarbeiter, Kunden, Partner, die aus ihrer inneren Stärke auf Augenhöhe zusammenkommen können wirklich kooperieren. Folgende Rahmenbedingungen braucht es dazu:

  • Unternehmerisches Potenziale freisetzen durch eine radikale Demokratisierung im Unternehmen
  • Durch Vertrauen, Freiheit, Selbstbestimmung und Respekt Nachhaltigkeit im Unternehmen schaffen
  • Empowerment für eigene Lösungen einführen - statt Druck, Erwartungen und Kontrolle aufzubauen, die Unternehmenswerte vernichten.


Praktische Schritte zu neuem Kooperationsdenken
Neben den bekannten klassischen Weg des Definierens eines Businessplans oder einer Geschäftsstrategie können Sie zusätzlich über die Unternehmenskultur wesentliche unternehmerische Potenziale heben. Und insbesondere nachhaltige Potenziale lassen sich besonders gut ausschöpfen, wenn das Führungsteam eines jeden Unternehmens sich dem Prozess des authentischen Leadership persönlich stellt. Das ist eine sehr lohnende Reise nach Innen auf den Ebenen der Vision, Mission, Identität, Werte und Überzeugungen, Fähigkeiten, Verhalten und Umwelt.

Am Ende des Prozesses steht ein klarer innerer Kompass. Sobald er im Führungsteam auch noch vernetzt wird, ergibt sich ein sehr karftvoller unternehmerischer Kompass, womit wir uns nach innen wie außen nachhaltig differenzieren können.

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