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Freitag, 18. August 2017

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Die erwachsene Organisation

Die erwachsene Organisation als Potential für das nächste Jahrtausend. In einer erwachsenen Organisation, hat jeder Mensch seine Stärken und Schwächen entwickelt und angesehen, weiß um seine persönlichen Muster und Strukturen, Spielchen und Facetten, die er bzw. sie in der Vergangenheit eingesetzt hat, um eigene Ziele zu erreichen. Diese wurden durch Authentizität ausgetauscht und in erwachsene zwischenmenschliche Bezüge gestellt. Die Menschen haben gelernt miteinander dem eigenen Wesen gerecht zu kommunizieren, ihre Wahrheiten und Gefühle, Empfindungen und Intuitionen auszudrücken ohne zu dogmatisieren oder den anderen beeinflussen oder kontrollieren zu wollen.


Im Team bekleidet jeder den ihm systemisch entsprechenden Platz, welches zu einer systemischen Ganzheit führt und eine sich gegenseitige unterstützende Synthese widerspiegelt statt Konkurrenz und Missgunst zu reflektieren. Führungskräfte agieren im Sinne von solution focused management (lösungsorientiertes Management) ermöglichen aber auch ihren Mitarbeitern eigenmächtige Schritte zu gehen. Allesamt bzw. jeder für sich hat sich seinem eigenem inneren Wesen entsprechend eingerichtet und kann so feststellen, wann er bzw. sie im bestmöglichen Arbeitsfluß allein und/oder mit den anderen steht.

Denkhaltung in einer erwachsenen Organisation

·    Jeder sitzt auf der Position, die ihm systemisch gehört!
·    Jeder nimmt im Team die Aufgabe an, die zu ihm passt!
·    Die gegenseitige Unterstützung basiert auf natürlichem Respekt und Wertschätzung.
·    Jeder ist wirklich erwachsen, und kann auch über seinen Schatten springen.
·    Die Kommunikation ist wertfrei.

Das verletzte innere Kind
Grundsätzlich ist die Persönlichkeit und seine individuellen Ur-Motive bereits im Kind angelegt. Das Kind ist wesensgerecht und meistens der ganze Stolz der Eltern. Mit Wesensgerecht meine ich, das das Kind eine Art UrInstinkt mit bringt, der ihm/ihr von Innen heraus signalisiert „dieses oder jenes ist für mich persönlich stimmig!“ Ein Kind hat seine ureigenen Gefühle und bringt sie auch zum Ausdruck. Durch die Erziehung werden diese Anlagen und Potentiale verschüttet oder zugedeckt, ab-erzogen. Wir sprechen auch vom verletzten inneren Kind und von Vergesellschaftung.

„Alles sichtbare ist ein Gleichnis“ hat Goethe schon gesagt.
Wenn wir davon ausgehen, dass das innere Kind in direktem Zusammenhang mit dem Unbewussten steht, so kann ein verletztes inneres Kind mit den Hemmungen und Blockaden, die sich bis ins erwachsene Alter fortsetzen, der Stolperstein für wirklichen Erfolg sein. Wenn wir weiter annehmen, dass das kollektive Unbewusste einer Organisation sich aus den vielen einzelnen Mitarbeitern zusammensetzt, so lässt sich der Schluss folgern, je mehr „verletzte Kinder“, desto weniger Erfolg.

Viele Menschen wurden durch die Erziehung und die Schule auf gesellschaftliche Ziele eingeschworen, die nichts mit ihrem individuellen und ursprünglichem  Unbewussten zu tun haben. Diese Menschen haben sich an das Gesellschaftsbewusstsein angepasst, das eigentliche Lebensziel ist in Vergessenheit geraten.  Beispielsweise sind rein materielle Ziele nicht für jeden geeignet, so dass der Mensch sich mit dieser Anpassung an die gesellschaftlichen Vorgaben identifizieren und wohlfühlen kann. In den vergangenen Jahrhunderten haben wir „den stromlinienförmigen Menschen im Windkanal“ entwickelt. Individualität, Kreativität, Eigenheiten und damit ein unbeachtetes Potential haben wir unter den Teppich der Gleichmachung gekehrt. Dieses Potential gilt es heute zu bergen. Hier liegen überlebensnotwendige Potentiale für den Einzelnen sowie für die Organisation und die gesamte Gesellschaft.

Es ist daher notwendig, den einzelnen Menschen wieder in ihre wesensgerechte Individualität zurückzuführen, und mit ihnen Ziele zu vereinbaren, die sie auch nehmen können.Oft wurde ein Beruf gewählt der mit den eigenen Talenten, Fähigkeiten und Anlagen nichts zu tun hat. Dies führt im weiteren Leben zu mehrmaligen Umorientierungen und Stillstandszeiten. Solange der Mensch sich im Gesellschaftsbewusstsein befindet, ist eine echte Eigenverantwortung nicht möglich. Viele so genannte Erwachsene bleiben eigentlich Kinder und spielen eine Rolle, die sie sich im Laufe des Lebens angeeignet haben. Diese Rolle führt in eine Kompensation, die der Mensch ewig beibehalten würde, wären da nicht immer wieder die Einschnitte durch Krankheit, Trennungen oder andere Schicksalsschläge.

Um dieses Potential zu bergen und den nächsten gesellschaftlichen Entwicklungsschritt zu schaffen, sollte es Aufgabe einer neuen Organisationsentwicklung sein, möglichst viele Erwachsene, die ihre wesensgerechten Merkmale für sich bereits definiert haben, zu vereinen. Bekannte Methoden, wie beispielsweise die Transaktionsanalyse als Kommunikationsmodell werden für diesen Schritt nicht ausreichen, da sie zu sehr an der Oberfläche bleiben. Die erwachsene Ebene wird nicht wirklich mit dem gesprochenem Wort erreicht. Oftmals handeln daher vermeintlich Erwachsene in irrationaler Art und Weise, emotional und instinkthaft. Statt Vertrauen herrscht Kontrolle. Statt gelebter echter Synergie (1+1=11) kämpft man weiterhin
im Wettstreit und Misstrauen.


Der Weg zum Fühlbewusstsein
Der Trick ist daher, das innere Kind zu heilen, zu befreien und wieder zu beleben. Sich als Erwachsener zu erleben und wieder zu spüren. Damit kehrt zunächst Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten und somit auch in die anderen in der Arbeitswelt zurück. Ein „befreiter“ oder wirklich Erwachsener kennt vor allem seine Stärken, hat sie entwickelt und steht zu seinen Schwächen. Er ist sich seines individuellen ICH´s bewusst.  Er weiß auch um die Spielchen, die er spielt und die ihn schwächen oder über andere stehen lässt.

In der nächsten Stufe, dem Fühlbewusstsein, kann ein Mensch wieder ein gutes Gefühl für sich entwickeln. Er kann es erkennen und in das tägliche Leben und Interagieren mit den Kollegen auf erwachsene Art mit einbringen. Zur gleichen Zeit heilt das innere Kind und die Ziele, die wirklich mit diesem Menschen zu tun haben, können erkannt, definiert und erreicht werden.

Der Weg der Wesensgerechtigkeit

Nach dem Maßanzug ist die höchste Form des Lebens und Arbeitens jetzt der Weg der Wesensgerechtigkeit. Folgende Stufen sind dafür notwendig:

Nach der Auseinandersetzung der einzelnen Stufen mit xy-Transformationsmodellen haben Sie auch wieder ein Gefühl für sich selbst, was Sie wirklich wirklich wollen und die Größe andere anders sein zu lassen! Ob als Individuum oder im Kontext einer Organisation angewendet, das Erwachsenwerden ist ein sich selbst unterstützender Kreislauf und lässt sich beispielsweise wie folgt zum Leben erwecken:

·    nachhaltige Aktivierung der erfolgsorientierten Eigenverantwortung
·    MitarbeiterInnen haben Ziele, die auch wirklich, wirklich (!) mit ihnen zu tun haben.
·    MitarbeiterInnen engagieren sich aus ganzem Herzen
·    Glückspotential wird freigesetzt durch die Entfaltung wesensgerechter Anlagen
·    Echtes Engagement statt Dienst nach Vorschrift
·    Wachstum statt Deckelung

In einer Organisation sind die Folgen sehr deutlich abzulesen. Beispielsweise treten weniger Krankenstände auf, zusätzliche Erfolgs- und Leistungspotentiale können aktiviert werden dadurch steigert sich wiederum die Leistung sowie die Belastbarkeit, weniger Fehler und Fehlentscheidungen. Alles in Allem ist der Erfolg eines der messbaren Resultate.

Teamentwicklung

Wenn Teammitglieder um ihre Außenwirkung, ihre Spielchen, ihre Stärken und Schwächen wissen, können sie ihre Position im Team einnehmen, die Ihnen systemisch zusteht. Daher beginnt Teamentwicklung mit Selbstreflexion. Jeder bringt das ein, was er am Besten kann, und entwickelt vor allem ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Teampositionen.

Neben seiner eigentlichen Tätigkeit hat also jedes Teammitglied natürliche Fähigkeiten und eine bestimmte systemische Position. Damit eine reibungslose Zusammenarbeit möglich ist, ist sich jeder seines Schattens bewusst, und kann auch einmal nachgeben. Dazu kommt die Verinnerlichung der wertfreien Kommunikation, sodass sich niemand unbewusst angegriffen fühlt.

Wenn alle mit einem guten Gefühl in die Arbeit gehen, kann sich auch ein gutes Arbeitsklima entwickeln. Das wiederum steht in direktem Zusammenhang mit der Produktivität.



Wesensgerechtigkeit = Leben und Arbeiten auf einer erwachsenen* Ebene

Laut einer Gallup Studie haben 2/3 aller Menschen innerlich gekündigt, und machen Dienst nach Vorschrift. Wir haben es alle schon selbst erlebt, wenn die Aufgabe nicht zu uns passt, oder die Rahmenbedingungen nicht stimmen, ist die Motivation geringer, als wenn alles passt. Die individuelle Begeisterung für die Arbeit hängt von vielen Faktoren ab. Insbesondere wenn wir eine Tätigkeit gerne machen, geht uns alles leicht von der Hand, voller Eifer und Freude.

Unabhängig von Meisterbriefen oder anderen schriftlichen Urkunden. Dabei schaffen wir mit dem geringsten Aufwand den höchstmöglichen Output. Dies erfordert ein Umdenken in der vergangenheitsorientierten Betrachtung von Lebensläufen. Manche Menschen arbeiten in einem einmal erlernten Beruf, obwohl sie ganz andere erst später entdeckte Talente haben, und sich privat als Autodidakt für ihre Interessen einsetzen. Ja wir gehen sogar so weit, dass jemand aus der Produktion kommend, sich auch für administrative Tätigkeiten, Marketing oder Controlling besser eignen kann. 1/3 seiner kostbaren Lebenszeit verbringt der Mensch in der Arbeit. Vielen ist das nicht bewusst, und so gehen sie irgend einer Tätigkeit nach, um sich das Geld für ihr Leben zu verdienen. Die wahre Berufung erfüllen sie privat im ehrenamtlichen Engagement, in Vereinen oder über diverse Hobbies. Damit geht eine Menge Energie nicht nur für die Wirtschaft und die Unternehmen verloren, sondern der Arbeitnehmer „vergeudet“ einen großen Teil seiner Lebensenergie im schlimmsten Falle wendet sich die Energie sogar gegen ihn. Er wird krank und ist so „endlich“ wenigstens eine Zeitlang von seiner unliebsamen Arbeit befreit.



* Erwachsen in diesem Kontext bedeutet eine bewusste Wechselwirkung der Bewusstseinsebenen wie in der Grafik weiter unten dargestellt. Selten arbeitet jemand was er wirklich wirklich will. Und wenn, so ist es ein Privileg mancher, dass Arbeit Spaß machen darf.

Die Wesensgerechtigkeit ist ein Ansatz Menschen dorthin zu begleiten was ihrem natürlichen Wesen entspricht. So ein Wesensgerechter lebt und wird nicht gelebt, nicht fremdbestimmt was seine Ziele, seine Motivation und seine Ideale anbelangt. Viele Menschen stecken in einer fremden Prägung und jagen beruflichen Zielen hinterher, die nichts mit ihnen zu tun haben. Dies führt immer wieder zu Frustration, wenn der Erreichungsgrad den Erwartungen hinterherhinkt. Daher ist es notwendig sich dieser fremden Prägung zu entledigen, um herauszufinden was man wirklich wirklich will.

An dieser Stelle haben wir das Kiening Modell entwickelt:

Basis der Wesensgerechtigkeit sind die 12 Ur-Motive. Jeder Mensch soll seine individuelle Mischung der 2–3 am stärksten ausgeprägten Ur-Motive entdecken und sich selbst ermächtigen danach leben zu können, damit er seine Ziele auch wirklich wirklich erreichen kann und er um seine ihm eigene innere Antriebsfeder weiß. Es reicht jedoch nicht seine Anlagen und Talente zu kennen, sie müssen auch zu Fähigkeiten ausgebildet werden. Danach kann der Mensch auch umsetzen und arbeiten was er wirklich wirklich will.

Um das zu erreichen braucht der Mensch nach der Bewusstwerdung über seine eigene Individualität, wieder ein Gefühl für sich und andere. Das Ziel ist, eine reife innere Stimme zu entwickeln, die einem sagt, wer und was ihm wirklich wirklich gut tut. Das Fühlbewusstsein ist also der Schlüssel zur Wesensgerechtigkeit. Das bedeutet auch ein Ablegen fremder Maßstäbe, Normen und Gebote, damit sich die ureigenen Gefühle auch entwickeln können. Damit wird der Mensch frei und kann mit dieser gewonnen Freiheit auch etwas anfangen. Er steht über den oft unbewusst ablaufenden Systemspielen oben/unten. Ein erster Schritt in Richtung Augenhöhe.

Vom Beruf zur Berufung und weiters zur Bestimmung. Jeder Mensch hat einen Platz, den er gemäß seiner Ur-Motivation und seiner ausgebildeten Fähigkeiten einnimmt. Dabei generiert er den höchstmöglichen Gewinn für sich persönlich sowie für seinen Auftrag-/Arbeitgeber. Sein Aufwand ist wesentlich geringer als der Nutzen den er stiftet. Für sich, das Unternehmen, das Team und die gesamte Gemeinschaft, die ihn umgibt. Er steht in der Eigenverantwortung, das heißt er organisiert sein Leben im Sinne eines Erwachsenen.  Seine Einnahmen dienen ihm und seiner Umgebung zur Freude.


Wesensgerechtigkeit = Mensch weiß …

1.)    … was er wirklich wirklich will.
2.)    … seine Ur-Motivation.
3.)    … seine Anlagen und Talente und bildet sie zu Fähigkeiten aus.
4.)    … umzusetzen, was er wirklich wirklich will.
5.)    … was ihm wirklich wirklich gut tut.
6.)    … sich auf Augenhöhe mit dem Leben auseinander zu setzen.
7.)    … wann er über seinen Schatten springen möchte.
8.)    … was er wirklich wirklich braucht.
9.)    … seine Einnahmen dienen ihm und seiner Umgebung zur Freude.

Glück = Entfaltung wesensgerechter Anlagen
Aristoteles

Thomas A.C. Gernbauer
Unterberg 29
D-14532 Kleinmachnow/Brandenburg
Tel. +49 (0)33203 / 60 90 80
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www.kiening.eu

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