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Dienstag, 17. Oktober 2017

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Vom Peak-Oil, dem iPad und der Zukunft der Arbeit

Die Granularisierung der Arbeitswelt kommt erst in Gang. Und diese wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten für Unternehmen größere Auswirkungen haben als Social Media heute hat. Denn die Veränderungen der Arbeitswelt, die das Internet auslösen wird, werden von zehn Trends befeuert, die in der Zukunftsforschung unumstritten sind. Eine Zusammenfassung.


Wenn man sich anschaut, wie sich das Leben in den nächsten zwei Jahrzehnten vorhersehbar verändern wird, dann ist es deutlich, zu welchen Veränderungen es in Zukunft in der Arbeitswelt kommt. Die Art und Weise, wie Unternehmen organisiert sind, wird sich dramatisch ändern.

Die zehn Treiber dieser Veränderung:

  1. Wirtschaft: Weniger Arbeitskräfte:
    Deutschland schrumpft. Dadurch werden in den kommenden Jahren dem Arbeitsmarkt deutlich weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
     
  2. Wirtschaft: Globalisierung: Die globale Arbeitsteilung wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten immer mehr beschleunigen. In Hightech-Standorten wie der Bundesrepublik Deutschland werden Arbeitsplätze in der Produktion immer weniger haltbar. Deutsche Gehälter sind nur dann bezahlbar, wenn immer mehr intellektuelle Wertschöpfung stattfindet. Der Trend geht weg vom Produktions- hin zum Wissensarbeiter.
     
  3. Wirtschaft: Globale Arbeitsplätze: Produktions-Standorte wandern zu den Absatzmärkten - verschwinden also in Europa und entstehen in Asien und Südamerika. Für deutsche Arbeitnehmer bedeutet das: Ihre Arbeitsplätze werden weniger stationär. Immer mehr Menschen arbeiten mal hier, mal dort.
     
  4. Arbeitswelt: Patchwork-Karrieren:
    "Ein Leben, eine Stelle" - diese Lebensplanung unserer Eltern kann kaum jemand heute verwirklichen. "Freiberuflich statt festangestellt" wird in den kommenden Jahren auch immer wichtiger. Zum Teil unter Zwang. Zum Teil aus Wunsch nach kontinuierlicher Veränderung.
     
  5. Freizeit: Mehr Freizeit durch längere Lebensarbeitszeit:
    Die Generation 60+ ist gesünder als noch vor 20 Jahren - und die heute 40jährigen werden noch gesünder sein. Trotz längerer Lebensarbeitszeit bis zur Rente bedeutet das mehr selbstbestimmte Lebenszeit. Die in mehr Freizeit mündet - kombiniert mit Arbeitsabschnitten, um diese Freizeit auch finanzieren zu können.
     
  6. Freizeit: "Erfülltes Leben" statt "Job/Urlaub"-Dialektik:
    "Sechs Wochen Urlaub - 46 Wochen Arbeit" ist ein Konzept, das gerade für die Net-Generation immer weniger denkbar ist. Man arbeitet dort, wo andere Freizeit machen, man arbeitet UND macht Freizeit" - diese Konzepte werden in den kommenden Jahren immer weiter an Bedeutung gewinnen.
     
  7. "Multi-Leben":
    Nicht nur eine Arbeit, ein Hobby macht den netzbasierten Arbeiter der Zukunft aus, sondern mehrere - gar viele - unterschiedliche Rollen: Als Entrepreneur, Kreativer, Angestellter.
     
  8. Mobile Technik:
    Der Desktop-PC der Gegenwart ist ein Auslaufmodell. Schon heute arbeiten immer mehr der Net-Generation mit Notebooks, mit iPad, mit Smartphone. Und wer mobil arbeiten kann, wird auch dort arbeiten, wo er möchte - nicht da, wo "sein Schreibtisch steht".
     
  9. Energie-Armut:
    Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat eine unbequeme Wahrheit ins Gedächtnis zurückgerufen: Die Ölreserven der Welt sind endlich, die Fördermenge geht zurück (Peak-Oil)

    Und die Vorräte werden eher früher als später zur Neige gehen. Konzepte aus der Zeit des Billigbenzins, die zu Millionen von täglichen Pendlern führen, werden in den kommenden Jahren immer schwerer zu finanzieren: Der millionenfache tägliche Menschentransport ist volkswirtschaftlicher Humbug. 

  10. Social Networks:
    Durch die soziale Vernetzung der Menschen schwindet die Notwendigkeit, Arbeit durch Präsenzarbeit zu erledigen.

Die vier Bereiche, in denen sich die Arbeitswelt verändert

Diese zehn Faktoren bewirken eine Granularisierung der Arbeitswelt, die die Art und Weise prinzipiell verändert, wie Unternehmen funktionieren. Und dieses in folgenden Bereichen:

  • Firmengebäude: Der Zwang, alle Menschen an einen gemeinsamen Platz zu befördern und dort eine zentrale Infrastruktur bereitzuhalten, wird in den kommenden Jahren kontinuierlich sinken. Büros werden deutlich kleiner oder verschwinden. Das hat sowohl Auswirkungen auf einzelne Berufsbilder (Empfangssektretärin, Hausmeister), als auch auf zugeordnete Dienstleistungen (Immobilien-Wirtschaft) und die Struktur des Managements.
     
  • Arbeitsplätze: Der Arbeitsplatz der Zukunft muss geteilt sein: In ein standardisiertes Office-Space, wo jeder arbeiten kann und in einen hoch individualisierten Arbeitsplatz, den der Mitarbeiter immer bei sich hat - z.B. das Privat-Notebook. 
     
  • Arbeitnehmer: Die soziale Kontrolle durch Kollegen erodiert, Arbeitnehmer werden in Zukunft stärker verantwortlich für das werden, was das Ergebnis ihres Tuns ist
     
  • Arbeitsprozesse: Netzbasierte Prozesse, Telearbeit, transparentes Management in Kombination zu sporadischen Face-to-Face-Meetings werden einen wesentlichen Teil der Arbeitsprozesse der Zukunft ausmachen.
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